Wohnen zu Hause mit Serviceleistungen, betreute Alterswohnungen, Seniorenresidenzen, generationendurchmischte Siedlungen, Wohn- oder Hausgemeinschaften, Pflegewohngruppen, Alterszentren oder Pflegeheime: Heute gibt es zahlreiche und ganz unterschiedliche Wohnformen für ältere Menschen mit unterschiedlichen Standards.

Nach wie vor am häufigsten ist das Aufrechterhalten des bisherigen Zustands, das heisst das Wohnen im Privathaushalt, sei es im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. In den letzten Jahren haben sich als Alternative dazu neue Wohnmodelle entwickelt. Wie man im Alter wohnen möchte, hat auch mit den finanziellen Verhältnissen zu tun.

Wer über viel Geld verfügt, kann sich das Wohnen in einer Seniorenresidenz oder einer Eigentumswohnung leisten, wer weniger Geld zur Verfügung hat, ist auf eine günstige Mietwohnung angewiesen.

Hindernisfreie Wohnungen

Wie man im Alter wohnen möchte, sollte man nicht dem Zufall überlassen. Wer sich frühzeitig über unterschiedliche Wohnmodelle Gedanken macht, dem fällt später die Entscheidung für die eine oder andere Wohnform erfahrungsgemäss leichter.

Zu einer Wohn- oder Hausgemeinschaft schliessen sich in der Regel Leute zusammen, denen – gerade im Hinblick auf das Alter – Geselligkeit wichtig ist

Wer im Alter in seinem Haus oder in der Mietwohnung bleibt, hat den Vorteil, dass das Wohnen meist recht günstig ist und Wohnraum wie auch die Umgebung vertraut und bekannt sind.

Altersbedingte Einschränkungen können jedoch einen Wohnwechsel nötig machen. Hier ist das Wohnen mit Serviceleistungen eine Möglichkeit. Immer mehr private Unternehmer, aber auch Gemeinden bauen heute eine neue Form von Alterssiedlungen, die unter dem Begriff «Service-Wohnen» zusammengefasst werden.

Ältere Menschen wohnen dort in hindernisfreien Wohnungen und können je nach Bedarf spezielle Dienste in Anspruch nehmen. Der Übertritt in ein Alters- oder Pflegeheim wiederum bedeutet, dass man teilweise auf persönliche Einrichtungsgegenstände verzichten muss.

Vor- und Nachteile abwägen

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um sich Gedanken über das Wohnen im Alter zu machen. Möglichst früh, raten Experten. Solange wir uns noch in der Berufs- und Familienphase befinden, werden Fragen nach dem Wohnen im Alter oft verdrängt.

Wenn man sich spätestens mit fünfzig überlegt, wie man im Alter wohnen möchte, kann man in Ruhe alle Möglichkeiten prüfen und gezielt die nötigen Schritte einleiten. Wie, wo und mit wem möchte ich die Jahre nach der Pensionierung verbringen?

Solche Fragen muss man sich notwendigerweise stellen. In eine Seniorenresidenz oder eine Alterssiedlung kann man immer umziehen, solange man noch einigermassen selbstständig ist. Für andere Wohnformen wie zum Beispiel eine Hausgemeinschaft sollte man sich gesund und motiviert fühlen, um für Diskussionen und längere Entscheidungsfindungsprozesse unter den Mitbewohnenden gewappnet zu sein.

Zu einer Wohn- oder Hausgemeinschaft schliessen sich in der Regel Leute zusammen, denen – gerade im Hinblick auf das Alter – Geselligkeit wichtig ist. Wer eine gemeinschaftliche Wohnform wählt, sollte deshalb Freude an Kontakten mitbringen und bereit sein, sich für das gemeinschaftliche Wohnen einzusetzen.

Das erfordert gute soziale Fähigkeiten, insbesondere in Bezug auf den Umgang miteinander und bei Fragen gegenseitiger Unterstützung und Hilfe. Wie auch immer: Bei der Wahl der Wohnform im Alter gilt es Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abzuwägen, damit man im Alter glücklich wohnt.