Als die Eheleute B. voller Freude das erste Enkelkind begrüssten, richteten sie ihm gleich ein Bankkonto ein, auf das sie jedes Jahr zum Geburtstag einen bestimmten Betrag einzahlten. So hielten sie es auch bei jedem weiteren Grosskind. Die Verwaltung überliessen sie den Eltern. Diese liessen sich bei der Bank beraten und legten die wachsenden Beträge sicher an. So sorgten sie dafür, dass die Kinder nach der Grossjährigkeit über ein gewisses finanzielles Polster verfügen kon­nten. Und sie erklärten dem Nach­wuchs immer wieder, dass sie so jung wie möglich für ihr Alter vorsorgen ­sollten.

Vorausschauend Handeln
Schweizerinnen und Schweizer sind in der Regel sparsam und vorausdenkend. Sie verlassen sich nicht nur auf die erste und die zweite Säule, die AHV und die Pensionskasse, die durch Gesetze geregelt sind; sie sparen wie die Eichhörnchen auch privat. Viele andere Länder staunen über den Erfolg der so genannten 3. Säule, der persönlichen Schweizer Vorsorge. Sie wird aber auch belohnt, indem die gesetzlich festgelegten Beiträge für Festangestellte und Selbständige auf spezielle Konten einbezahlt, von den Steuern abgezogen und später, im Pensionsalter, zu einem reduzierten Rentensatz versteuert werden können. Die menschlichen Eichhörnchen haben die Wahl zwischen der Anlage bei Banken oder bei Versicherungen. Seit einigen Jahren gibt es sogar eine 3. Säule für ältere Berufstätige, die auch nach dem Pensionsalter weiterarbeiten.

Was kommt danach
Junge Leute denken sehr selten an das Leben im Alter. Sie überlegen selten, ob sie in reifen Jahren ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht erhalten und sich sogar darüber hinaus einiges gönnen dürfen, für das sie früher nie Zeit hatten. Sind sie dann alt, ist es zu spät, an die Vororge zu denken. Die Zäsur in jungen Jahren erfolgt meist, wenn sich ein Paar entschliesst, sich zusammenzutun und eine Familie zu gründen. Dann wird ihnen zumindest die Verantwortung bewusst, die sie ihren Kindern gegenüber haben, aber auch sich selbst. Nicht weinige junge Menschen sind irritiert über die öfters durch die Politik angedrohte Kürzung von Pensionen oder gar der AHV-Renten und sie machen sich Sorgen, ob sie am Ende ihrer Berufstätigkeit noch genügend Geld erhalten werden, das ihren lebenslangen Einlagen entspricht.

Bevor es zu spät ist
Spare in der Zeit, so hast Du in der Not – dieses Sprichwort wiederholten öfters die Grosseltern, die härtere Zeiten erlebt hatten, dann von den Boomjahren profitierten und nun in der Finanz- und Wirtschaftkrise sehen, wie recht sie hatten, schon früh genug für später vorzusorgen.