Gehen Zähne verloren, bedeutet das eine ästhetische Beeinträchtigung, einen Verlust des Kaukomforts und Abbau des Knochens. Dadurch kippen Nach­barzähne in die Lücken und das Gebissgefüge geht verloren. Erneute Zahnlockerungen und Zahnverluste sind die Folgen. Implantate können das Gebiss wieder rehabilitieren und den Knochenabbau stoppen. Sie sind den herkömmlichen Techniken, die nur den sichtbaren Zahnanteil (Krone), nicht aber die Zahnbasis (Wurzel) ersetzen, überlegen. Implantate verhindern nämlich, dass die Kaulast auf die Nachbarzähne übertragen und gesunde Zahnsubstanz geopfert werden muss.

Ein Zahnimplantat ist eine kleine Schraube aus Titan, die durch einen kleinen, schmerzfreien Eingriff unter lokaler Betäubung in den Kiefer eingesetzt wird. Nach der Einheilung (2 bis 5 Monate) kann diese Schraube dann die Funktion einer neuen Zahnwurzel übernehmen und mit festem Zahnersatz versorgt werden. Es ist möglich, aber nicht immer notwendig, jeden verloren gegangenen Zahn durch ein Implantat zu ersetzen. Bei totaler Zahnlosigkeit können z. B. für feste Zähne 6 bis 8 Implantate pro Kiefer ausreichen. Implantate sind dem herkömmlichen Zahnersatz in der Langlebigkeit deutlich überlegen. 98 % der Implantate wachsen problemlos ein und man geht heute davon aus, dass Implantate bei guter Pflege ein Leben lang halten können.
Implantate sind deshalb aus der Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken. In mehr als 40 Jahren wurden Millionen von Implantaten weltweit erfolgreich eingesetzt. In der Schweiz sind es jedes Jahr mehr als 100 000 Implantate, Tendenz steigend. Spezialisierte Zahnärzte können praktisch an jeder Stelle im Kiefer implantieren, auch wenn sehr wenig Knochen vorhanden ist. Modernste Knochenersatzmaterialien bieten die Möglichkeit, Knochen neu zu modellieren und aufzubauen. Nur ganz wenige schwere Allgemeinerkrankungen erlauben kein Einsetzen von Implantaten. Selbst hohes Alter, Osteoporose und Herz-kreislauferkrankungen, sind keine absoluten Kontraindikationen. Lassen Sie sich von einem Implantat-Experten beraten.