Tipps

für ihre Gesundheit

Schlaf

Im Alter reduziert sich der Schlafbedarf. Statt sich wach im Bett zu wälzen, besser aufstehen und zu einem frühmorgendlichen Spaziergang aufbrechen. Dadurch starten Sie fit in den Tag.

Bewegung

Haben Sie Enkelkinder? Begleiten Sie diese auf den Spielplatz, in den Wald oder zur Badeanstalt. Sie müssen nicht mit dem Tempo der Kleinen mithalten, aber ein kleiner Ansporn hat noch keinem geschadet.

Sport

Nordic Walking? Aikido? Aqua-Fit? Klingt zwar alles etwas merkwürdig. Geben Sie sich dennoch einen Ruck und versuchen Sie die Sportarten aus. Sie machen Spass und eignen sich für jedes Alter.

Regeneration

4. Verletzungen wie etwa Zerrungen treten im Alter häufiger auf, weil sich die Muskeln weniger gut dehnen als in jungen Jahren. Auch die Regeneration nach einer Verletzung dauert meist etwas länger. Deshalb ist trotz Engagements Vorsicht geboten.

Hirntraining

Nicht nur die körperliche auch die geistige Fitness ist enorm wichtig. Regelmässiges Gehirnjogging ist angesagt. Zeitungslesen, einem Computer- oder Sprachkurs besuchen oder ein simples Kartenspiel halten das Gehirn auf Trab.

Ernährung

Eine vielfältige Ernährung mit einem grossen Anteil an Gemüsen und Früchten hält Sie aktiv und leistungsfähig. Kein Hunger? Probieren Sie es mit kleinen Portionen verteilt über den ganzen Tag.

Auf dem Geburtstagskuchen brennen zwei Kerzen: eine Fünf und eine Null. Das magische Alter ist erreicht, die goldenen Jahre brechen an und damit auch deutliche Veränderungen im Hormonhaushalt. Die Frauen kommen in die Wechseljahre – Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen inklusive –, Männer produzieren immer weniger Testosteron, beobachten eine abnehmende Lust- und Erektionsfähigkeit. Der ideale Grund also, um mit Sport zu beginnen, denn dieser mildert nachweislich die Wechseljahrsymptome. Eine Studie der spanischen Universität Granada hat etwa gezeigt, dass sich die Anzahl Frauen mit starken Wechseljahrbeschwerden, dank Sport um einen Viertel reduziert. Doch auch den Männern bietet eine Studie der kalifornischen Stanford Universität einen Anreiz, die Joggingschuhe wieder einmal hervorzunehmen. Die Mediziner haben herausgefunden, dass Hobby-Jogger im Schnitt knapp 13 Jahre später körperliche Defizite verspüren als Bewegungsmuffel. Sport hilft zudem auch Arteriosklerose und Gefässverengungen vorzubeugen.

Teufelskreis durchbrechen
Der Alterssport ist stark im Kommen und das ist gut so, denn ab dem 65. Lebensjahr nimmt der Muskelabbau immer stärker zu. Mit Sport lässt sich dieser Muskelschwund allerdings klar verlangsamen. Obwohl jeder eigentlich wüsste, was gut für ihn wäre, zeigen Studien, dass Männer ab 64 eindeutig weniger Sport treiben als in jugendlichen Jahren. Das kann unter anderem auch an der Frustration über die verschlechterte neuromuskuläre Koordination liegen oder an der Tatsache, dass der Körper immer langsamer wird, die Reaktionsgeschwindigkeit immer mehr abnimmt. Auch die häufigen Stimmungstiefs, die in dieser Zeit insbesondere bei Männern auftreten, sind der Motivation nicht sonderlich dienlich. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen, denn Training tut gut und steigert die Lebenslust. Wichtig ist, sich nicht selbst zu überfordern. Ein ausgewogenes, regelmässiges Training bringt mehr als immer wieder an die eigenen Grenzen zu kommen und den Spass an der Bewegung zu verlieren. Vieles fällt nicht mehr so einfach wie früher, weshalb es wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und ihm nicht zuviel zuzumuten.

Koordination schulen
Physische Fitness führt auch zu psychischer Fitness, denn dank Bewegung werden Botenstoffe im Gehirn angeregt und wirken so der drohenden Verkalkung entgegen. Sport verlangsamt gemäss einer Studie der Universität Illinois den Alterungsprozess des Gehirns und kann somit auch vor Demenz schützen. Doch auch die Koordination wird durch Sport geschult und schützt so vor allem ab dem 70. Lebensjahr vor Stürzen. Falls doch einmal etwas passiert, erholen sich trainierte Senioren schneller von Verletzungen als Bewegungsfaule.