Die Position Sparen ist bis zur Pensionierung wichtig. Dabei muss das Sparen dem zur Verfügung stehenden Budget angepasst werden. Ebenso zentral ist die Disziplin beim Sparen: Ein möglichst regelmässiger Spar-Rhythmus zahlt sich aus. Soll man besser über ein Zinskonto, einen Anlagefonds oder eine Lebensversicherung sparen?

Diese Frage hängt davon ab, ob man über ein geregeltes Einkommen und ausreichend Liquidität verfügt und man zudem in der Lage und bereit ist, gewisse Risiken einzugehen.

Achtung Vorsorgelücken

Idealerweise sollte mit Alter 50 der dritte Lebensabschnitt und damit die Pensionsplanung angegangen werden. Eine Standortbestimmung zu diesem frühen Zeitpunkt schafft Klarheit, wo man bezüglich Budgetsicherheit, Steuern, gesicherten Einkommens, Anlagen und Nachlassregelung steht.

Gut fährt, wer sich mit der Pensionsplanung den gewohnten Lebensstandard sichern kann

Viele von uns geben sich der Illusion hin, dass sie genügend gespart haben und ein Aufschub dieses Themas keine Konsequenzen hat.

Die Erfahrung jedoch zeigt, dass es nach 60 zu spät ist, weil dann kein Spielraum mehr besteht, geeignete Massnahmen zu treffen und Vorsorgelücken zu schliessen.

Häufig wird auch der Zinseszins-Effekt unterschätzt und die eigene Fähigkeit, sich im Alter einzuschränken, überschätzt. In der Praxis gibt es zudem viele Fälle, bei denen ab Alter 60 das Arbeitspensum reduziert, eine vorzeitige Pensionierung ins Auge gefasst wird oder Leistungen der IV in Anspruch genommen werden müssen. Gut fährt deshalb, wer sich mit der Pensionsplanung den gewohnten Lebensstandard sichern kann.

Steuerliche Vorteile

Das grösste Optimierungspotenzial liegt erfahrungsgemäss vorwiegend bei der Pensionskasse und der dritten Säule. Das 3a-Sparen sollte soweit möglich immer voll ausgeschöpft werden.

Einkäufe in die zweite Säule können vor allem in den letzten Jahren vor der Pension grosse steuerliche Vorteile bieten: Eine gestaffelte Einzahlung reduziert das steuerbare Einkommen und die Einkäufe erhöhen die lebenslange BVG-Rente.

Allerdings gilt es, vorher den Zustand der eigenen Pensionskasse zu prüfen: Deckungsgrad, Umwandlungssatz und das jeweilige Reglement sind nur einige Stichworte. Und auch die eigene Lebenssituation wie Partnerschaft, Nachkommen und Gesundheitszustand spielen eine wichtige Rolle für diese Entscheidung.

Die Vorteile liegen jeweils schnell bei einigen tausend Franken pro Jahr. Wer allerdings schon fürs Eigenheim einen Bezug von BVG-Geldern getätigt hat, muss diesen erst zurückzahlen, bevor zusätzliche Einzahlungen steuerlich abgesetzt werden können.

Seriösen Plan erstellen

Die Geldanlage ist in der Regel eine individuelle Angelegenheit. Ob Fonds, Aktien, Obligationen oder Einmalprämienversicherungen: All dies muss im Einzelfall detailliert geprüft werden.

Hohe Renditeaussichten sind untrennbar mit entsprechend hohen Risiken verbunden. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Neben dem gesicherten Renten-Einkommen aus AHV und der Pensionskasse sollte auch der Vermögensverzehr kontrolliert erfolgen.

Bei einem sinnvollen Anlage-Mix unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern ist es wichtig, nur in Produkte zu investieren, die man versteht und die zu einem passen.

Eine frühzeitige Planung ist das A und O bei der Vorsorge. Am besten erstellt man einen seriösen Pensionsplan und lässt sich professionell beraten. Und wer nicht nur finanzielle Aspekte berücksichtigt, sondern sich auch mit Themen wie Gesundheit und Lebenssinn auseinandersetzt, kann sich auf die Pensionierung freuen.