Viele Altersheime haben ihre Bewohnenden kollektiv für Privathaftpflicht und Hausrat versichert. In diesem Fall werden die fälligen Prämien über die Heimkosten verrechnet.

Es kann sich aber durchaus auszahlen, die bisherige Versicherung beizubehalten. Dann muss man dem Heim allerdings mitteilen, dass man an der Kollektivlösung kein Interesse hat.

Dazu ein Tipp: Vergleichen Sie die bisherige Versicherung mit jener des Altersheims – und zwar nicht nur die Höhe der Prämien, sondern auch die Deckung. Die Angaben dazu findet man in den allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB). Wenn man die Versicherung beibehält, lohnt es sich nachzufragen, ob es einen Altersrabatt gibt. Wer die alte Police kündigen möchte, muss die Kündigungsfrist gemäss den AVB beachten.

Stichwort Hausratversicherung

Weil im Altersheim weniger Platz zur Verfügung steht, wird der Hausrat zwangsläufig reduziert sein. Es lohnt sich deshalb, sich zu überlegen, ob man überhaupt einen Versicherungsschutz benötigt beziehungsweise für allfällige Schäden nicht selbst aufkommen kann.

In diesem Fall ist die Hausratversicherung überflüssig. Im anderen Fall sollte man bei der bestehenden Police die Versicherungssumme entsprechend reduzieren, was die Prämien senkt. Versicherungen verfügen über Erfahrungswerte und Tabellen, um den Wert von Kleidern, Möbeln und Schmuck zu bestimmen.

Deshalb ist es wichtig, mit dem Versicherungsberater Kontakt aufzunehmen. Ebenfalls lohnt es sich, abzuklären, wie in der Hausratversicherung ein Diebstahl gedeckt ist.

Wenn zum Beispiel der Laptop aus dem Zimmer entwendet wird, handelt es sich um einen Einschleichdiebstahl. Solche Schäden sind normalerweise in der Basisdeckung der Hausratversicherung inbegriffen. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem «einfachen Diebstahl zu Hause».

Nicht versichert sind dagegen Geldwerte. Dazu gehören neben Bargeld zum Beispiel auch Wertpapiere, und bei Schmuck gibt es meistens eine wertmässige Begrenzung.

Stichwort Wertsachenversicherung

Taschen- und Trickdiebstähle ausserhalb des Altersheims sind in der Basisdeckung nicht versichert. Dafür muss man einen separaten Zusatz für den «einfachen Diebstahl auswärts» abschliessen und eine maximale Versicherungssumme festlegen.

Bargeld ist allerdings auch hier nicht versichert. Es ist deshalb wichtig, abzuklären, ob man diesen Zusatz bei der Altersheimpolice abschliessen kann und welche Kosten dadurch entstehen. Eine Privathaftpflichtversicherung ist auch im hohen Rentenalter empfehlenswert. Denn fügt man jemandem einen Schaden zu, kann das rasch sehr teuer werden.

Man sollte deshalb abklären, ob die Versicherung auch Schäden deckt, wenn jemand an Demenz erkranken sollte und die Folgen seines Handelns nicht mehr abschätzen kann.

Eine Wertsachenversicherung lohnt sich für Gegenstände mit einem Wert von einigen tausend Franken. Die Prämien sind allerdings relativ hoch. Wer bereits eine solche Versicherung hat, sollte prüfen, ob er sie noch benötigt, vor allem wenn unterdessen Wertsachen weggegeben wurden wie zum Beispiel Musikinstrumente oder Kunstobjekte.

Und noch etwas: Im höheren Alter sollte man keine neuen Lebensversicherungen mit langen Laufzeiten abschliessen. Im Rentenalter muss man in der Regel vom vorhandenen Geld leben.

Wer bisher eine Rechtsschutzversicherung hatte, sollte prüfen, ob er sie noch benötigt. Viele Risiken, bei denen es um höhere Summen geht, fallen im Rentenalter weg. Auch hier gilt es, die vertragliche Kündigungsfrist zu beachten.