Welches ist Ihre Lieblingsdestination und weshalb?
Seit Jahren zieht es mich immer wieder auf die griechischen Inseln. Am schönsten ist es, wenn ich mich zusammen mit meiner Partnerin in einem einfachen Hotel niederlasse und wir in den Tag hineinleben können. Das ist für mich Luxus. Es sind die unspektakulären Momente, die mich begeistern, etwa eine schöne Taverne am Strand zu entdecken, in die Berge zu fahren und dort eine Wasserquelle zum Baden zu finden oder mit einem Fischer übers das weite Meer zu tuckern. Erholung muss für mich etwas Beschauliches haben, der Massentourismus ist für mich abschreckend und alles andere als erholsam. Natürlich wünsche ich mir mehr von diesen Reisen, aber ich bin immer noch als freier Schauspieler berufstätig und buche meine Ferien, wenn gerade kein Engagement vorliegt.

Haben sich Ihre Reisevorliebenim Laufe der Zeit geändert?
Nein, nicht grundsätzlich. Eine Zeit lang bin ich gerne nach Asien gegangen und ganz früher war ich noch als Backpacker unterwegs, aber eigentlich bin ich meinen Reisevorlieben treu geblieben: Ich meide Gruppenreisen und liebe es individuell unterwegs zu sein, fernab vom Massentourismus. Ab und zu kommt es vor, dass ich mir ein Luxushotel gönne, was mir früher weniger in den Sinn gekommen wäre. Eine Zeitlang habe ich jeweils das Berufliche mit dem Privaten verbunden und habe Reisen in die USA unternommen, um mir beruflich Shows und Theaterstücke anzuschauen. Das waren aufregende Zeiten.

 

«Es sind die unspektakulären Momente, die
mich begeistern.»

Gibt es eine Traum-Destination, welche Sie noch einmal bereisen möchten?
Ja, ich habe noch nie eine Safari gemacht. Es würde mich sehr reizen zum Beispiel in Tansania in die Steppe zu fahren und die Flora und Fauna in natura zu erleben.

Welches sind Ihre Pensionierungspläne?
Diese gibt es für mich nicht. Den ganzen Tag zu «chillen» und quasi nichts mehr zu tun zu haben, kann ich mir nicht vorstellen, ich glaube an Aufgaben. Ich fühle mich fit und möchte daher so lange wie möglich in meinem Beruf tätig sein. Der Schauspielberuf ist zwar nicht immer einfach, aber es ist immer wieder eine geistige und körperliche Herausforderung und erweitert meine Synapsen.

Sie wirken top motiviert und fit. Was machen Sie für Ihre Gesundheit?
Ich mache jeden zweiten Tag Fitness und ab und zu Yoga. Und als geselliger Zeitgenosse trinke ich gerne ein Glas Wein mit Freunden. Die Pflege des sozialen Netzwerks wird im Alter noch wichtiger, zumal meine 25-jährige Tochter schon lange flügge ist und ihr eigenes Leben führt.

Seit 13 Jahren sind Sie mit dem Solo «Caveman» unterwegs und haben mit diesem legendären Stück alleine in der Schweiz über 500‘000 Zuschauer erreicht. Welches sind Ihre weiteren Pläne?
Der «Caveman» läuft weiterhin, das  Stück ist wirklich ein Dauerbrenner. Die Caveman-Identität ist aber gleichzeitig Fluch und Segen. Wenn ich zum Bespiel merkte, dass die Herausforderung fehlte und das Feuer für das Stück nachliess, habe ich jeweils an den Szenen versucht etwas zu verbessern. Natürlich habe ich in dieser Zeit auch viele andere Programme inszeniert oder auch gespielt – es gibt also nicht nur die Figur des Höhlenmenschen, wie viele meinen und auf meinem Grabstein wird auch nicht Caveman stehen. Als nächstes kommt ein spannendes Erzählkabarett auf die Bühnen: «Die Agonie und Exstase des Steve Jobs» wird ab Herbst 2014 in der Schweiz auf Tournee gehen.

 

Würden Sie heute noch den Schauspielberuf wählen?
Ich denke schon, der Schauspielberuf mit seinen vielseitigen und kreativen Herausforderungen ist schon toll. Architekt oder Pilot hätte mir auch noch gefallen. Vor allem seit ich als freier Schauspieler unterwegs bin, kann ich einen anderen Teil meines Potenzials ausschöpfen. Vor dieser Zeit war ich an grossen Häusern wie dem Stadttheater Bern oder im Schauspielhaus Zürich engagiert und habe vor allem die Klassiker der Weltliteratur rauf und runter gespielt. Das war auch eine intensive Zeit. 

Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Eine Flasche guten Wein, Mückenspray und meine Kaffeemaschine.