Eine seriöse finanzielle Pensionsplanung sollte professionell und frühzeitig, das heisst spätestens ab dem 50. Lebensjahr, angegangen werden.

Wie kann ich Vorsorgelücken vermeiden, wie sichere ich meinen Lebensstandard im Alter, wie lange reichen meine Ersparnisse nach der Pensionierung: Auf solche Fragen müssen die passenden Antworten gefunden werden.

Die Reform Altersvorsorge 2020, über die wir am 24. September abstimmen, soll die Renten sichern und die Altersvorsorge an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen.

Mit Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen soll die AHV bis Ende des nächsten Jahrzehnts im Gleichgewicht gehalten werden. Der Mindestumwandlungssatz wird schrittweise gesenkt, um die obligatorische berufliche Vorsorge zu stabilisieren.

Dank Massnahmen in der beruflichen Vorsorge und einer Erhöhung von neuen AHV-Altersrenten um monatlich 70 Franken soll das Niveau der Altersrenten erhalten bleiben.

Das Rentenalter der Frauen wird schrittweise von heute 64 auf 65 Jahre angehoben. Die Reform ermöglicht die flexible Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahren.

Achtung Vorsorgelücken

Neben der AHV ist auch die private Vorsorge von zentraler Bedeutung. Hier gilt: Frühzeitig mit dem Sparen beginnen, zahlt sich aus. Die Position Sparen ist nämlich bis zur Pensionierung wichtig.

Dabei muss das Sparen dem zur Verfügung stehenden Budget angepasst werden.

Ebenso zentral ist die Disziplin beim Sparen: Ein möglichst regelmässiger Spar-Rhythmus zahlt sich aus. Idealerweise sollte mit Alter 50 der dritte Lebensabschnitt und damit die Pensionsplanung angegangen werden.

Eine Standortbestimmung zu diesem frühen Zeitpunkt schafft Klarheit, wo man bezüglich Budgetsicherheit, Steuern, gesichertem Einkommen, Anlagen und Nachlassregelung steht.

Viele von uns geben sich der Illusion hin, dass sie genügend gespart haben und ein Aufschub dieses Themas keine Konsequenzen hat.

Die Erfahrung jedoch zeigt, dass es nach 60 zu spät ist, weil dann kein Spielraum mehr besteht, geeignete Massnahmen zu treffen und Vorsorgelücken zu schliessen.

Steuerliche Vorteile

Das grösste Optimierungspotenzial liegt erfahrungsgemäss bei der Pensionskasse und der dritten Säule.

Das 3a-Sparen sollte wenn möglich immer voll ausgeschöpft werden. Einkäufe in die zweite Säule können vor allem in den letzten Jahren vor der Pension grosse steuerliche Vorteile bieten: Eine gestaffelte Einzahlung reduziert das steuerbare Einkommen und die Einkäufe erhöhen die lebenslange BVG-Rente.

Die Geldanlage ist in der Regel eine individuelle Angelegenheit. Ob Fonds, Aktien, Obligationen oder Einmalprämienversicherungen: All dies muss im Einzelfall detailliert geprüft werden.

Hohe Renditeaussichten sind untrennbar mit entsprechend hohen Risiken verbunden. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Neben dem gesicherten Renten-Einkommen aus AHV und der Pensionskasse sollte auch der Vermögensverzehr kontrolliert erfolgen.

Wer seine Pensionsplanung im Alter von 50 Jahren aktiv angeht und dann rund um die Pensionierung die richtigen Entscheide trifft sowie das vorhandene Optimierungspotenzial ausschöpft, ist auf der sicheren Seite.

Dabei sind wie erwähnt die Pensionskasse und die Säule 3a als Bestandteil der Pensionsplanung entscheidend für den Vermögensaufbau und eine Steueroptimierung.