Herr Camenzind: Welche unterschiedlichen Hypothekarmodelle gibt es zurzeit?

Die klassische Finanzierung ist nach wie vor die Festhypothek mit einem gleichbleibenden Zinssatz über die Zeitdauer von 2 bis 10 Jahren. Daneben gibt es die dynamischere Libor-Hypothek.

Diese eignet sich insbesondere für Privatpersonen, die bei Hypotheken beim Erwerb von Liegenschaften und für Folgefinanzierungen ein beschränktes Zinssatzrisiko eingehen können und wollen. Weiter gibt es die variable Hypothek, welche sich rasch und laufend den Veränderungen am Zinsmarkt anpasst.

Was muss bei der Wahl der Hypothek zwingend beachtet werden?

Die Finanzierung muss zur individuellen Situation des Kunden passen. Dabei können beispielsweise Faktoren wie die Familienplanung, die Vorsorgesituation oder die Budgetplanung einfliessen.

Hier lohnt sich eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik, um die passenden Weichen zu stellen.

Welche Risiken gilt es zu berücksichtigen?

Die Risiken sind zweigeteilt. Einerseits ist dies die persönliche Absicherung, welche gegeben sein muss und von der Bank geprüft wird. Das heisst, die Finanzierung muss in der nachhaltigen Sicht solide abgestützt sein.

Andererseits gilt es, die Risiken des Marktes richtig einzuschätzen und plötzliche Zinsänderungen aufzufangen.

Ein Tipp für alle Fälle: Ob wegen Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Rente, ist es ratsam, auf den Abschluss von Hypotheken mit sehr langen Laufzeiten zu verzichten.

So können Eigenheimbesitzer flexibler auf veränderte Lebensumstände reagieren.

Lukas Camenzind ist Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Privat- und Firmenkunden bei der Schwyzer Kantonalbank.

WEITERE INFOS:

http://www.e-hypo.ch