Viele Schweizer und Schweizerinnen wollen sich mit einem Eigenheim ihren Wohntraum erfüllen. Der Kauf einer privaten Immobilie ist aber mit grossen Entscheidungen und finanziellen Einschnitten verbunden.

Gerade in der Schweiz ist Wohneigentum eine teure Angelegenheit. Der Hauskauf muss daher wohlüberlegt und durchgeplant sein, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.


1. Sparen


Es klingt banal, aber mit dem Sparen legt man den Grundstein für ein Eigenheim. Je mehr Geld beziehungsweise Eigenmittel man beim Immobilienkauf selbst aufbringen kann, desto geringer ist das Schuldenrisiko bei der Finanzierung. Die Devise lautet: früh sparen und geeignete Anlageformen für das Geld finden.


2. Finanzierung abklären


Ob Einfamilienhaus oder Stockwerkeigentum, bei der Immobilienfinanzierung ist das Hypothekendarlehen die häufigste Finanzierungsvariante. Es bietet sowohl dem Kreditnehmer als auch der Bank Vorteile. Wer eine Hypothek abschliesst, sollte genau hinschauen. Denn im Hinblick auf die Darlehenssummen und Laufzeiten können mit dem passenden Angebot Zinskosten in erheblicher Höhe eingespart werden. Viele Banken sowie Vergleichsportale und Immobilienseiten bieten sogenannte Hypothekenrechner an, um die langfristigen Kosten zu errechnen und ein individuelles Angebot zu finden, das auf die persönliche Situation abgestimmt ist.


3. Grundstücksuche


Die wichtigste zu klärende Frage ist wohl der Standort des künftigen Eigenheims. Stadt oder Land? Wie sieht es mit ÖV-Anschluss, Einkaufsmöglichkeiten, Nähe zu Arbeitsplatz, Schule und/oder zu Familienangehörigen aus? Eine Liste mit gemeinsamen Kriterien, die man mit dem Partner erstellt, kann bei der Eingrenzung des Wohngebiets weiterhelfen. Ist dieses einmal bestimmt, kann man mit der gezielten Grundstücksuche zum Beispiel mittels digitaler Immobilienportale weiterfahren. Entscheidend bei der Bestimmung von Lage und Grösse des Traumobjekts sind natürlich auch die vorhandenen finanziellen Mittel.


4. Wohnform bestimmen


Hier sollten Käufer mit besonderer Sorgfalt und Weitsicht vorgehen. Wie viele Zimmer und welchen Grundriss soll das Eigenheim haben? In welchem Architekturstil soll es gebaut sein? Die Erfahrung zeigt, dass gerade bei Familien die Anpassungsfähigkeit des Hauses wichtig ist, weil sich die Bedürfnisse hinsichtlich Zimmer- und Nasszellenanzahl, Raumposition etc. im Laufe der Zeit ändern könne


5. Kaufpreis aushandeln


Mit der Entscheidung für eine Immobilie geht es in die entscheidende Runde: Es gilt, den Kaufpreis mit dem Verkäufer zu vereinbaren und sich von der Bank die Finanzierung zusichern zu lassen. Vorsicht: Beim Hauskauf sollte man nie überstürzt handeln. Bei Unsicherheiten und Fragen empfiehlt es sich, ausgewiesene Fachleute zur Beratung hinzuzuziehen.


6. Kaufvertrag unterschreiben


Ist alles vereinbart, wird ein Notar hinzugezogen, der den Vertrag nach dem Willen der Parteien aufsetzt und öffentlich beurkundet. Die Überweisung erfolgt nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags. Doch erst die nachfolgende Eintragung in das Grundbuch macht den Käufer endgültig zum neuen Immobilieneigentümer.


7. Übergabe und Bezug


Geschafft: Wenn alles in einem ordnungsgemässen Zustand ist und eventuelle Vereinbarungen für die Beseitigung von (Sicht-)Mängeln eingehalten wurden, kann die Hausübergabe stattfinden und das neue Eigenheim bezogen werden.