Endlich ist es soweit und der langersehnte Nachwuchs unterwegs. Neun aufregende Monate der Schwangerschaft stehen den Eltern bevor. In die Freude mischt sich jedoch nicht selten eine Unsicherheit, ausgelöst durch eine Flut an Informationen und gut gemeinten Ratschlägen. Denn schwanger zu sein, heisst heutzutage auch intensive Lektüre von Ratgeberliteratur und Kursbesuche.

Flut von Ratgebern
Und von beidem ist reichlich vorhanden. Während noch vor einigen Jahren gerade einmal eine Handvoll ­Bücher und ein Geburtsvorbereitungskurs zur Verfügung standen, füllen heutzutage die Ratgeber in grossen Buchhandlungen gleich mehrere Regale. Daneben existieren nahezu unendlich viele Seiten im Internet rund um Schwangerschaft und Geburt, und es herrscht ein immenses Angebot an verschiedenen Kursen. So scheint es, als würde eine Schwangerschaft ohne Schwangerschaftsyoga unmöglich funktionieren, als müsste der Nachwuchs unbedingt pränatal gefördert werden und die richtige Klinik bereits Monate im Voraus ausgesucht werden. Doch je mehr sich die zukünftigen Eltern mit diesen Themen beschäftigen und darüber lesen, desto unsicherer können sie werden. Dabei ist ein gesundes Bauchgefühl oftmals mehr wert als die Fülle an Informationen. Meist spürt die zukünftige Mutter sehr gut, welches ihre Bedürfnisse sind und was für sie und das heranwachsende Kind das Beste ist.

Mit erfahrenen Eltern sprechen
Die Unsicherheit nimmt oftmals bei der Wahl der Ausrüstung für das Neugeborene noch zu. Denn jedes Produkt gibt es heute in vielfacher Ausführung und es werden immer neue, angeblich absolut notwendige Gegenstände angepriesen. Doch braucht es für ein Baby im ersten Lebensjahr gar nicht so viel. Denn: Ein Baby wächst schnell und so mancher Kauf kann sich dann als Fehlinvestition erweisen. Hier ist es sicherlich hilfreich, sich mit anderen, bereits erfahrenen Eltern auszutauschen. So zeigt sich meist schnell, was wirklich sinnvolle Anschaffungen sind. Daneben müssen natürlich die individuellen Bedürfnisse und das Budget der Eltern bedacht werden. Hilfreich sind dabei Überlegungen wie «Was braucht das Baby längere Zeit – was nur kurzfristig?» und «Was können wir möglicherweise von Freunden ausleihen oder gebraucht kaufen?» Im Allgemeinen lohnt sich in jedem Fall, in eine qualitativ hochwertige Babyausstattung zu investieren. Nach dem Motto: Lieber auf das Nötige beschränken, dafür auf beste Qualität achten. Denn heute «wachsen» viele Gegenstände «mit», wie etwa der Kinderwagen, das Babybett oder der Hochstuhl, und können bis ins Kleinkindalter oder sogar darüber hinaus genutzt werden. Um sich einen ersten Überblick über die Produktevielfalt zu verschaffen, kann sich ein Blick ins Internet lohnen. Hier werden in zahlreichen Foren die Vor- und Nachteile etwa von Tragehilfen oder Tragetüchern diskutiert. Ob man danach schlauer ist, bleibt allerdings offen.

Zurückhaltung bei der Babykleidung
Was gibt es Süsseres als Babykleidung? Doch hier ist Zurückhaltung angesagt. Denn die Kleinen wachsen in den ersten Monaten so schnell, dass man sich nur auf das Nötigste beschränken sollte. Dabei muss man zwei Aspekten besondere Beachtung schenken: Einerseits sollten die Kleider praktisch sein, andererseits leicht zu waschen und zu trocknen. Besonders am Anfang wird man die Kleider oft mehrmals am Tag wechseln müssen, da das Baby beim Trinken sabbert oder die Windel nicht ganz dicht hält. Bequeme Kleidung trägt ebenfalls zum Wohlbefinden des Babys bei. Zudem lohnt es sich, auf Biobaumwolle zu achten, da diese keine Schadstoffe enthält. Um unangenehme, allergische Hautreaktionen zu vermeiden, sollten die Kleidungsstücke für das Baby vor dem ersten Tragen gewaschen und so von löslichen Färberesten, reizenden Imprägnierungen und Chemikalien befreit werden. Das gilt besonders für Textilien, die direkten Hautkontakt haben, wie etwa Bodys. Babywäsche sollte aus hygienischen Gründen immer mit 60 Grad gewaschen werden.