FACTS

  • Jennifer Garner, geb. 17. April 1972 in Houston, Texas (bürgerlich Jennifer Anne Affleck)
  • Wuchs als zweite von drei Schwestern in Charleston, West Virginia, auf
  • Schauspielerin, Filmproduzentin und Filmregisseurin
  • Golden-Globe-Preisträgerin
  • Mutter von Violet Anne, Seraphina Rose, Elizabeth und Samuel
  • Ihr aktueller Film: Dallas Buyers Club
Jennifer Garner
Die 41-jährige US-Amerikanerin ist Schauspielerin, dreifache Mutter und sozial sehr engagiert.

Jennifer Garner ist eine begnadete Schauspielerin und räumte dafür auch Preise wie den Golden Globe ab. Spätestens seit dem 1. Dezember 2005 schlägt ihr Herz aber nicht mehr nur für die Schauspielerei. Damals gebar sie ihre erste Tochter. 2009 kam die zweite zur Welt, 2012 der erste Sohn. Der Vater der drei Kinder ist Schauspiel-Kollege und Ehemann Ben Affleck. Deshalb heisst sie heute eigentlich Jennifer Affleck, behielt Garner aber als Künstlernamen.

Die eigene Familie
Auch als dreifache Mutter arbeitet Jennifer Garner weiterhin als Schauspielerin – zwar weniger, aber doch regelmässig. «Ich liebe meinen Job. Und ich liebe es, Mutter zu sein. Jede Frau wird irgendwie zu einer anderen Persönlichkeit, wenn sie Mutter wird. Sobald dieses Feuer einmal entfacht ist, kann man es nie mehr löschen», sagt Garner. Während allen drei Schwangerschaften und Geburten ging es ihr gut. Sie konnte auf eine lückenlose medizinische Versorgung und die Unterstützung ihres Umfeld zählen. «Natürlich gab und gibt es diese Ängste, die jede Mutter hat – ob die Kinder gesund sein werden oder welche Wege sie gehen werden», sagt Garner. «Aber meine Kinder wachsen in einer schönen Umgebung auf. Es wäre für sie wirklich einfach, hier in einer Blase aufzuwachsen. Ich achte deshalb darauf, mit ihnen auch nach draus­sen zu gehen und ihnen die Welt zu zeigen und zu erklären. Denn bereits wenige Minuten weiter weg geht es vielen Menschen sehr schlecht.»

Engagement für andere Familien
«Jedes Jahr sterben weltweit eine Million Babys noch am Tag ihrer Geburt», sagt Garner. «Ich wünsche diesen Kindern und ihren Müttern die gleiche Sicherheit und Gesundheitsversorgung, die ich geniessen durfte und die einfach jede Mutter verdient.» Bei Wünschen belässt sie es aber nicht. Garner engagiert sich intensiv für Frühbildungsprogramme. Sie reist in die ärmsten Gegenden der USA, spricht dort mit Müttern und trägt deren Geschichten an die Öffentlichkeit. Beispielsweise, dass sie in diesen Häusern fast nie Bücher, Spielzeug oder Malstifte findet. Oder dass sie dort selten ein Lachen oder fröhliches Kreischen hört. «Diese Stille ist beängstigend», sagt Garner. «Es existieren keine Reize und es findet kein Austausch statt. Im Alter von vier Jahren hinkt die geistige Entwicklung dieser Kinder dem Schnitt bereits um 18 Monate hinterher. Wir bringen ihnen also Bücher oder Spielzeug und unterstützen die Mütter und Kinder in verschiedenen Fragen. Vor allem aber versuchen wir, diese Stille zu durchbrechen. Kinder, die um Worte betrogen werden, haben später keine Stimme.»