Was schmeckt noch besser...

...als eine erfrischende Limonade an einem heissen Sommertag? Simpel: eine erfrischende Limonade, deren Zutaten aus dem eigenen Kräuterbeet stammen. Urban Gardening liegt voll im Trend. Doch es müssen nicht immer Basilikum, Petersilie oder Kartoffeln sein, die auf den Balkons oder in den Gärten heranwachsen.

Zahlreiche Pflanzen, die für Getränke verwendet werden können, lassen sich ebenso einfach im Garten oder in Töpfen kultivieren. Hier gilt als Faustregel: Je sonniger der Anbauplatz, desto besser entwickelt sich der Geschmack. Besonders gut für Getränke eignen sich: Minze, Zitronenverbene, Goldmelisse und Zitronengras.

Was, wo, wie lange?

Bevor man sich ins Abenteuer Kräutergarten stürzt, sollte man sich allerdings einige grundlegende Gedanken machen. So etwa, wie viel Platz einem zur Verfügung steht, wie sonnig der geplante Standort ist und wie viel Zeit man in die Gartenarbeit investieren möchte.

Besonders pflegeleicht und problemlos in Kübeln und Töpfen auf dem Balkon anzubauen ist beispielsweise Minze. Sie braucht einen nährstoffreichen, frischen Boden und gedeiht besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Sie muss regelmässig mit Wasser versorgt und gut gedüngt werden. Für die Ernte empfiehlt sich insbesondere der spätere Vormittag, wo die Blätter schon abgetrocknet sind. Zudem sollte man die Minze wenige Zentimeter über dem Boden abschneiden, damit die Pflanze kräftig nachwächst.

Eine Pflanze, doppelter Nutzen

Aus Zitronenverbene – auch unter dem französischen Namen Verveine bekannt – lässt sich ein besonders schmackhafter Kräutertee machen. Damit es zur reichen Ernte kommt, braucht es vor allem viel Sonne, eine humose, wasserdurchlässige Pflanzenerde, wenig Düngung und reichlich Wasser.

Zudem ist in den meisten Regionen der Anbau in einem Kübel zu empfehlen. In Frankreich ist Verveine übrigens so beliebt, dass aus dem Kraut auch Likör hergestellt wird.

Auch die Goldmelisse ist keine komplizierte Pflanze. Der Standort ist von der genauen Sorte abhängig. So benötigt die Monarda didyma einen warmen und sonnigen Platz, während die Mutterpflanze auch Halbschatten verträgt. Die Goldmelisse soll im Übrigen Mücken und ähnliche Stechinsekten vertreiben. Der Anbau auf der Terrasse lohnt sich also gleich doppelt.