Kreativität, Nachhaltigkeit und Spass...

...sind die Ingredienzen des Erfolges von Freddy CamererSeine Grill-Köstlichkeiten bestechen durch raffinierte Barbecue-Menüs und das Bewusstsein, dass das ganze Tier zum Grillieren verwendet werden kann.

Der neue Trend in diese Richtung heisst «Nose to Tail» oder zu Deutsch: Von der Nase bis zum Schwanz. «Wir sind eine Filet- und Entrecôte-Gesellschaft, dabei vergessen wir, dass ein Tier viele weitere schmackhafte Fleischteile hergibt», erklärt Freddy Camerer. «Nose to Tail» ist auch aus ethischer und ökologischer Sicht sinnvoll. Vor allem auch, wenn man bedenkt, dass Edelstücke etwa beim Rind nur etwa 15 Prozent des verkaufsfertigen Fleisches ausmachen.

Mit «Nose to Tail» ist keine abschliessende Produktgruppe gemeint. Der Begriff besagt, dass von einem Tier alles gegessen wird, was gegessen oder für Saucen und Suppen verwendet werden kann.

Für viele gehören sicherlich Innereien und Schmorstücke in diese Kategorie. Die Palette ist gross und grundsätzlich gehören alle Stücke dazu, die etwas in Vergessenheit geraten sind und zu Grossmutters Zeiten verwendet wurden.

Neuer Trend aus Amerika: Flanksteak

Camerer schwärmt von einem neuen Trend aus Amerika, dem sogenannten «Flanksteak». Dabei handelt es sich um den Bauchlappen des Rindes. Mit einer Teriyaki-Sauce auf der Basis von Soja-Sauce wird das Flanksteak hoch aromatisch.

Ein weiterer Grilltipp aus dem Hause Camerer für diesen Sommer ist ein Schweinehals als Braten. Dabei wird das Stück 24 Stunden mariniert, bevor es entweder auf dem Grillspiess oder durch indirektes Grillieren 4 bis 5 Stunden an der Glut grilliert wird.
 

Generell gilt: Je länger das Bratgut an der Glut schmort, umso besser wird es.
 

Eine schonende und nicht zu heisse Zubereitung mithilfe der Messung der Kerntemperatur (97 Grad) bringt die besten Grillresultate hervor.

Alles auf den Grill!

Sein Credo für ein richtiges Barbecue lautet: Alles auf den Grill! Also nicht nur das Fleisch, sondern auch die Beilagen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Im Besonderen betont Camerer die Freude am Grillieren mit verschiedenen Geschmäcken und variierenden Zutaten. «Es macht einfach mehr Spass, wenn ich eine grobkörnige Polenta einmal mit Mascarpone und Rucola abschmecke und ein anderes Mal mit einem scharfen Sbrinz und Tomaten.

Camerer ist überzeugt: «Das Geschmackserlebnis, das bewusstes Essen und nachhaltige Zutaten stehen im Vordergrund, so macht Grillieren einfach richtig Spass.»

Rezept Flanksteak in Teriyaki-Marinade

3-4 Personen / bis 120 Minuten

Zutaten

Fleisch 

·  Ein Flanksteak (circa 700 Gramm)

Teriyaki-Marinade

·  Zwei Esslöffel Sesamkörner
·  Etwas Olivenöl
·  Sojasauce
·  Salz, Pfeffer
·  Auf Wunsch Honig
·  Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

·  Zutaten für die Marinade vermischen.
·  Fleisch in der Marinade etwa zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Die Marinade nicht wegschütten, sie wird während des Grillierens noch benötigt.
·  Die Sesamkörner mit Olivenöl bepinseln und in der Pfanne kurz rösten.

Grillieren

·  Grill für direktes Grillieren bei 250 bis 300 Grad Celsius einstellen.
·  Steak von beiden Seiten für jeweils zwei Minuten direkt scharf anbraten.
·  Vor dem indirekten Grillieren Flanksteak nochmals in der Marinade tränken.
·  Steak im indirekten Bereich bei circa 100 bis 120 Grad Celsius gar ziehen lassen.
·  Das Fleisch bei einer Kerntemperatur von 56 Grad Celsius vom Grill nehmen, kurz ruhen lassen, bevor es dann quer zur Faser in Tranchen geschnitten wird.
·  Flanksteak zum Schluss mit den angerösteten Sesamkörnern bestreuen
·  Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.