Robert, kannst du dich an dein erstes Kinoerlebnis erinnern?

Oh ja! Das werde ich nie vergessen. Ich war in der ersten Klasse und durfte mir «ein Schweinchen namens Babe» ansehen.

Auch wenn ich diesen Film nie wieder angeschaut habe, ist er mir bis heute in lebhafter Erinnerung. Gleichzeitig war ich fasziniert von der ganzen Atmosphäre im Kino. Mir hat sich eine ganz neue Welt aufgetan.

Eine Welt, in der du heute zuhause bist. Wann hast du beschlossen, Filmkritiker auf YouTube zu werden?

Während meiner Schulzeit habe ich die Leidenschaft fürs Schauspiel entdeckt und konnte mir dann tatsächlich auch einige Film- und Fernsehrollen ergattern. Dennoch musste ich einsehen, dass es schwer werden wird, davon zu leben.

Wenn man in Deutschland einen Job als Schauspieler hat, verdient man zwar ganz gut. Doch, dass man einen Job hat, ist leider alles andere als selbstverständlich, und viele Schauspieler landen auf dem Arbeitsamt. Ich musste mir eingestehen, dass ich wahrscheinlich nie in der ersten Liga spielen werde und eine Alternative brauche.
 

Ich entdeckte YouTube und damit die Möglichkeit, einen eigenen Kanal zu betreiben, auf dem man zu bestimmten Themen Videos hochladen kann.


Da ich weder ein Gamer oder Autofan bin noch Schminktipps geben kann, blieb nur noch der Film.

Mit über einer halben Million Abonnenten gehörst du heute zu den Erfolgreichsten deines Fachs. Was macht deinen Erfolg aus?

Dass der Markt so gross ist, war mir nicht wirklich bewusst. Am 25. November 2011 habe ich mit meinem Kanal angefangen und ihn bis heute immer weiter ausgebaut. Ich liebe meinen Job und mache ihn mit grosser Leidenschaft. Ich denke, das ist die Grundlage meines Erfolgs.  

Du lädst bis zu drei neue Videos am Tag hoch. Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Das ist sehr unterschiedlich. Oft schreibe ich morgens als Erstes neue Kritiken und gucke, welche neuen Trailer und Analysen ich veröffentliche. Das ist der Basisanfang.

Danach kann es sein, dass ich zu Pressevorführungen oder Events muss. Ich bin viel am Reisen und immer am Hin- und Herswitchen zwischen Premieren, Events, Ins-Kino-Gehen und Schreiben. Dazwischen nehme ich mir auch mal einen Nachmittag frei.

Hast du einen Lieblingsfilm?

Einen? Ich habe sehr viele Lieblingsfilme und wenn ich die alle aufzählen würde, wäre ich morgen noch dran ... als Kind war mein absoluter Lieblingsfilm «Der König der Löwen». Mit diesem Film begriff ich, was Liebe bedeuten muss. Auch Jurassic Park hat mich als Kind sehr fasziniert.

Was macht für dich einen guten Animations- und Familienfilm aus?

Erst einmal liebe ich das Genre Animation und Familienfilm sehr. Ein guter Familienfilm hat sowohl Witz als auch eine Geschichte, die Gross und Klein berührt und für beide nicht vorhersehbar ist. Dann hat er etwas, worüber man sich generationsübergreifend austauschen kann.

Zuletzt hat mich «Coco» überzeugt. Ein wundervoller Film, der sich mit dem Reich der Toten auseinandersetzt. Dieser Film ist tiefsinnig und lädt zu Diskussionen ein. Aktuell ein ganz toller, warmherziger Familienfilm ist «Paddington 2». Auch die «kleine Hexe» ist ein super Familienfilm.

Welche Familienfilme der letzten Jahre haben dich besonders überzeugt?

Ich habe dazu vor einiger Zeit eine Top-Ten-Liste erstellt. Auf Platz zehn landet der kunterbunte und unterhaltsame Film die «Trolls». Danach folgt  «Findet Dorie», der vergessliche Fisch, der seine Familie wiederfinden möchte und sich auf der Suche nach ihr durch zahlreiche Abenteuer kämpfen muss. Auf Platz acht steht «Sing», in dem es um stimmgewaltige Tiere geht, die von der grossen Gesangskarriere träumen.

Ein sehr unterhaltsamer, lustiger Film. «Vaiana» auf Platz sieben besticht durch eine ergreifende Geschichte, tolle Bilder und tolle Songs. «Pets» hat mich besonders amüsiert, weil ich selber drei Katzen habe und der Film der Frage nachgeht, was die Haustiere machen, wenn die Herrchen aus dem Haus sind.

Auf Platz fünf landet «Ich – einfach unverbesserlich 3», auf Platz vier «Mein Leben als Zucchini». Ein sehr tiefsinniger Film, der sich unter anderem mit der Weltanschauung von Kindern auseinandersetzt. Platz drei «Die rote Schildkröte», eine unvorhersehbare Geschichte, die einfach verzaubert. Auf Platz zwei «the lego batman movie» und auf Platz eins für mich ganz klar «Kubo». Ein kaum bekannter Film, der eine berührende Geschichte erzählt, unterhält und dabei sehr feinsinnig ist. 
 

Verpassen Sie keine Videos!
Die neusten Movietrailers, Filmkritiken und vieles mehr.
Hier geht's zu Robert Hofmanns Youtube Kanal.