Die Schweiz ist eine Grillnation

Wer keinen Grill zu Hause hat, weicht häufig auf die Natur aus. Welche Gesetze gilt es, dabei zu beachten?

Auf Bundesebene gebe es keine Vorschriften, die das Feuern in der Natur verbieten, sagt Barbora Neversil vom Mediendienst des Bundesamts für Umwelt. Allerdings können Kantone und Gemeinden Einschränkungen aussprechen.

So ist in den Kantonen Waadt und Genf Feuer im Wald und in Waldesnähe immer verboten – ausgenommen sind festeingerichtete Feuerstellen.

Schweizweiz gilt:

Um sicherzugehen, sollte man bei der Gemeinde nachfragen oder offizielle Feuerstellen benützen, so Rebecca Tilen von der Kantonspolizei Zürich. Natürlich sei es verboten, öffentliches oder privates Eigentum zu verunreinigen, zu verändern oder zu beschädigen.

Ansonsten drohe eine Ordnungsbusse von 80 Franken sowie in schweren Fällen eine Verzeigung. 

Laut Bundesamt für Umwelt sollte man bei Feuern darauf achten, dass möglichst wenig Rauch entsteht, beispielsweise durch die Verwendung trockenen Holzes.

Und: «Das Verbrennen von behandeltem Holz oder von Abfällen ausserhalb von Anlagen, also im Freien, ist verboten», so Barbora Neversil.

Auf www.waldbrandgefahr.ch kann man sich über die aktuelle Gefahrenlage informieren.

Tipp

Ob direkt am Wasser, mitten im Wald, ganz abgeschieden oder mit grossen Spielplätzen: Schöne Grillstellen gibt es in der Schweiz viele. Hier eine kleine Auswahl. Ein Hobbit-Feeling entsteht in den Höhlen der Grillstelle Altberg in der Nähe von Einsiedeln sowie bei den Grotten beim Mont Vully oberhalb von Môtier.

Direkt am Sihlufer und mitten im Wildnispark Zürich befindet sich die Feuerstelle Bodenmatt. Eine wunderschöne Aussicht auf den See sowie auf die Berge kann man beim Grillplatz am Oeschinensee geniessen. Über viel Idylle können sich Grillfans am Canovasee im Bündnerland freuen.