Ständiges Niessen, kratzige oder gar gerötete Augen: Tierallergien sind in der Schweiz weit verbreitet. Genauer gesagt gehen Experten davon aus, dass 35 Prozent der Schweizer eine Allergiebereitschaft aufzeigen, also jeder Dritte hierzulande. Tatsächlich von einer Haustierallergie betroffen sind hingegen 2 bis 25 Prozent der Schweizerinnen und Schweizern.

In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl an Allergikern massiv zugenommen. Experten sehen in dieser Entwicklung einen Zusammenhang zwischen dem Menschen und seiner Entfremdung von der Natur. Das menschliche Immunsystem hat mit der Zeit verlernt, auf harmlose Erreger – wie beispielsweise Haustiere – nicht zu reagieren.

Wie geht es zwischen Tier und Halter weiter?

Auch bei Tierhaltern können plötzlich allergische Symptome auftreten. Was dann? Das Tier loswerden? Kann man trotz Allergie mit seinem Vierbeiner zusammenleben? Die Antwort beruhigt so manchen Betroffenen: Man kann. Dabei gilt es einige Regeln zu beachten und seine Allergie zu verstehen, dann steht einem friedlichen Zusammenleben nichts mehr im Weg.

Katzenliebhaber haben es im Gegensatz zu ihren hundehaltenden Kollegen schwerer, denn Katzen lösen stärkere Allergiesymptome aus. Der Grund dafür liegt im Katzenhaar, welches eine ausgezeichnete Hafteigenschaft hat. Zudem zeigen Studien, dass Katzenallergene auch in Räumen transportiert werden, in denen sich niemals ein Tier aufgehalten hat.

Hundeallergene sind weniger Problematisch, dafür variiert die Allergie auf einen Hund von Rasse zu Rasse. Gewisse Rassen sind für Allergiker besser geeignet als andere. Boxer und Schnauzer beispielsweise sind weniger empfehlenswert, Schäferhunde und Beagles hingegen eigenen sich besser.

Waschen, sauge, putzen, ...

Damit das Zusammenleben zwischen Tier und Allergiker weiterhin reibungslos von der Bühne gehen kann, gibt es bestimmte Regeln einzuhalten. Die wichtigste ist diejenige, dass das Haustier keinen Zutritt mehr ins Schlafzimmer haben darf. Setzen sich die Haare erstmals im Bett oder den Vorhängen ab, schläft der Allergiker keine Nacht mehr ruhig.

Auch das regelmässige Waschen von Bett und Kleidung ist wichtig. Tierhaare sind nicht immer sichtbar und verstecken sind überall in der Wohnung und an Textilien. Der Sofabezug soll ebenso regelmässig gereinigt werden wie Vorhänge und Teppiche. Auch Kleidung sollte öfters als gewöhnlich gewaschen werden, auch Schals und Jacken.  

Um die Wohnung so sauber wie möglich zu halten, sollte man als Allergiker täglich Staubsaugen. Dabei empfiehlt sich ein Staubsauger mit Staubfilter.

Das Haustier sollte nach der Allergie-Diagnose auch nicht in Räumen gebürstet oder gebadet werden. Bürsten geht auch auf dem Balkon und wer einen Gartenschlauch hat, kann den Hund auch damit sauberkriegen.

Dass man sein Tier aufgrund einer Allergie abgeben muss, kommt selten vor. In den meisten Fällen arrangieren sich Tierhalter so gut, dass ein problemloses Zusammenleben auch weiterhin möglich ist.