Hund und Katze sind treue und beliebte Begleiter des Menschen. Damit die Freude aneinander ungetrübt bleibt, muss ein Tierhalter sich nicht nur pflichtbewusst um die täglichen Bedürfnisse seines Tieres kümmern, sondern sich auch für seine Gesundheit verantwortlich fühlen. Hier genügt es nicht, erst bei Krankheitssymptomen den Arzt aufzusuchen.

«Eine Gesundheitsvorsorge findet das ganze Jahr über statt», erklärt Caroline Mislin, Sprecherin der Schweizerischen Vereinigung für Kleintierärzte. Die praktizierende Tierärztin rät dazu, Hund oder Katze vor allem gut zu beobachten. «Eine plötzliche und unerklärliche Gewichtsabnahme ist beispielsweise immer bedenklich und immer ein Grund, den Tierarzt aufzusuchen», erklärt Mislin.

Entwurmung nicht vergessen

Zwei bis vier Mal im Jahr sollte ein Hund entwurmt werden. Die entsprechenden Präparate gibt es als Tabletten oder Paste. «Eine Katze sollte mindestens vier Mal pro Jahr entwurmt werden, idealerweise alle ein bis zwei Monate», so Mislin. Dies hänge mit dem Mäusefangen zusammen. «Mäuse sind immer verwurmt.» Das Entwurmungsmittel wird über durchschnittlich zwei Tage verabreicht, dann sterben alle Würmer ab. «Doch dann geht es wieder von vorne los», erklärt Mislin. Die Entwurmung sei also keine Prophylaxe, sondern nur eine Therapie. Die Entwurmungsmittel sollten verschiedene Wurmarten bekämpfen. Hunde, die Gras fressen, können kleine Schnecken aufnehmen und sich beispielsweise auch mit dem Lungenwurm infizieren. Zur Gesundheitsvorsorge gehören auch regelmässige Impfungen gegen die häufigsten und gefährlichsten Infektionskrankheiten.

Ein weiteres Gesundheitsmerkmal sind die Zähne. Man könne den Hunden zwar mit speziellem Gerät die Zähne putzen, aber harte Kauknochen könnten dazu beitragen, dass Zahnbelag mechanisch entfernt wird und Zahnstein gar nicht erst entsteht. «Hunde sind sehr oft von Zahnstein betroffen», so Mislin. Er befalle meistens die Eck- oder Reisszähne.

Fit ins Frühjahr

Jetzt im Frühjahr lauern wieder die Zecken in Wald und Wiesen. «Es wird nun Zeit, den Hund vor diesen gefährlichen Parasiten zu schützen », betont die Ärztin. Zecken übertragen für den Hund tödliche Krankheiten. Katzen seien zwar gegen diese Krankheiten immun, sie könnten jedoch die Zecken, die sich an ihr festbeissen, in die Wohnung tragen. «Daher ist es ratsam, auch die Katze vor Zecken zu schützen.»

Viele Hunde, vor allem diejenigen Rassen mit Schlappohren, leiden immer wieder unter Ohrenentzündungen, weil sich Feuchtigkeit, Dreck und Keime im Ohrgang ansammeln.