Katzen und Hunde haben bei der Ernährung andere Bedürfnisse als wir Menschen. Ihre Ernährungsmöglichkeiten sind jedoch mittlerweile fast so gross wie unsere, wobei nicht jedes Futter für jedes Tier geeignet ist.

Was ist besser, feuchte Fleischstückchen, frisches Fleisch oder doch lieber Trockenfutter? Folgende «Futterübersicht» hilft Katzen- und Hundebesitzern, sich im Tiernahrungsdschungel besser zurechtzufinden.

 

Nassfutter

Eigenschaften/Inhalt: Feuchtfutter besteht in der Regel aus Fleisch oder Fisch, Innereien, tierischen Nebenerzeugnissen, Gemüse, Fetten sowie anderen Nährstoffen und enthält einen hohen Anteil Wasser (circa 70 bis 80 Prozent).

Herstellung: Die miteinander vermischten Zutaten werden auf hohe Temperaturen erhitzt, in Dosen oder Schälchen abgefüllt und danach unter Druck sterilisiert.

Vorzüge: Nass- beziehungsweise Dosenfutter ist steril und lange haltbar. Zudem ist es für unterschiedliche Altersstufen der Tiere und in glutenfreier Ausführung erhältlich.

Geeignet für: Katzen und Hunde. Gerade für Katzen, die vergleichsweise wenig trinken, kann der höhere Wasseranteil im Feuchtfutter ihren Flüssigkeitsbedarf decken.

 

Trockenfutter (extrudiertes Futter)

Eigenschaften/Inhalt: Als Trockenfutter bezeichnet man Futtermittel mit einem Wasseranteil von etwa 10 Prozent. Trockenfutter enthält vergleichsweise viel Getreide, weil dessen Klebereiweiss die Formstabilität der Kroketten gewährt.

Herstellung: Das am häufigsten eingesetzte Verfahren bei Trockenfuttern ist die «Extrusion». Die Futtermittelmischung wird dafür in grossen Behältern unter Druck gesetzt, auf bis zu 120 Grad Celsius erhitzt und geknetet. Danach wird die Teigmasse durch eine Matrize gedrückt, in verschiedene Formen gepresst, weiter getrocknet und abschliessend mit Vitaminen, Fetten und zum Beispiel Geschmacksstoffen benetzt (Coating).

Vorzüge: Durch die Erhitzung beim Extrudieren werden Kohlenhydrate aufgeschlossen, wodurch die Rohstoffe für das Tier besser verdaulich sind.

Geeignet für: Extrudiertes Futter ist aufgrund seiner Verträglichkeit besonders für nahrungsempfindliche Hunde förderlich. Für Tiere mit Glutenintoleranz sollte jedoch getreidefreies Futter vorgezogen werden.

 

Kalt gepresstes Futter

Eigenschaften/Inhalt: Kalt gepresstes Futter hat durch seine Produktionsweise einen hohen Rohfaseranteil.

Herstellung: Das Futter wird rohstoffschonend ohne zusätzliche Hitze hergestellt. Die rohen Futterzutaten werden zunächst getrocknet und gemahlen und im Anschluss in einer grossen Trommel von einer Walze durch Bohrungen in der Trommelwand gepresst. Aufgrund des Drucks verkleben die im Pellet enthaltenen Inhaltsstoffe nicht miteinander, sondern bleiben weitgehend erhalten.

Vorzüge: Kalt gepresstes Trockenfutter hat wesentlich kürzere Verdauungszeiten und ist somit leichter bekömmlich. Der höhere Ballaststoffanteil stimuliert zudem die Muskeltätigkeit der Magen- und Darmwände.

Geeignet für: Katzen und Hunde mit einem sensiblen Verdauungssystem.

 

BARF (bone and raw food)

Eigenschaften/Inhalt: frisches oder tiefgekühltes, biologisch artgerechtes Futter aus Fleisch oder Fisch, Innereien und Knochen, das mit Obst, Gemüse, Kräutern und Fetten oder Ölen ergänzt und roh verfüttert wird.

Herstellung: Alle gewählten Futterzutaten werden roh gemischt und mit dem Mixer zerkleinert. Unabdingbar ist die hygienisch einwandfreie Herstellung der rohen Futterrationen, da Krankheitserreger sich im rohen, zerkleinerten Fleisch schnell vermehren.

Vorzüge: Katzen- und Hundebesitzer schätzen neben der artgerechten Ernährungsform, dass sie die Bestandteile des Rohfutters besser nachvollziehen können als jene von Fertigfuttersorten.

Geeignet für: Sofern die Futterrationen hinsichtlich ihrer Anteile ausgewogen zubereitet sind, kommt BARF der natürlichen Nahrungsaufnahme von Hunden wie auch Katzen am nächsten und deckt ihren Nährstoffbedarf.

 

Die richtige Zusammensetzung

Für alle Futtersorten gilt, dass sie in der richtigen Menge die richtigen (hochwertigen) Zutaten enthalten müssen, damit das Tier alles bekommt, was es braucht. Gerade beim «Barfen» sind Mineralstoffmischungen und Vitaminzusätze zur Bedarfsdeckung notwendig. Denn nur Fleisch allein zu verfüttern, ist nicht nur einseitig, sondern auch gefährlich. Welche Futtersorte und welche Futterzusätze für das eigene Tier infrage kommen, darüber kann der Tierarzt am besten Auskunft geben.