Gesundheit und Wohlbefinden sind eng mit der Ernährung verknüpft. Das ist beim Hund nicht anders als beim Menschen. In puncto Hundeernährung gibt es viele «Philosophien», von denen die einen weder richtig, die anderen noch grundlegend falsch sind. Vorausgesetzt, es werden einige Dinge beachtet. Ob Trocken-, Halbtrocken- oder Nassfutter, «biologisch artgerechte Rohfütterung» (BARF) oder sogar selbst gekocht – ausschlaggebend ist, dass die Ernährung auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist. Alter, Gesundheitszustand, Bewegung oder Unverträglichkeiten spielen bei der Auswahl des Futters eine grosse Rolle. Helfen können da markenunabhängige Tierärzte mit Schwerpunkt Ernährung oder zertifizierte Ernährungsberater. Bei selbst zusammengestelltem Futter ist unbedingt die passende Nährstoffzufuhr zu achten. Falsch- oder Mangelernährung können zu gesundheitlichen Schäden oder Trägheit führen. Laut dem Institut für Tierernährung der Universität Zürich gibt es auch einen Trend zur vegetarischen oder veganen Hundeernährung. Hierbei sei jedoch zu beachten, dass tierisches Eiweiss (Protein) für den Hund die bessere Eiweissquelle darstelle als pflanzliches Eiweiss. Mit industriellem Alleinfutter, welches bedarfsgerecht nach Alter, Rasse und Leistung angeboten wird, bekommt der Hund eine ausgewogene Ernährung.

Inhaltsstoffe prüfen

Hunde sind, im Gegensatz zu Katzen, keine reinen Fleischfresser, aber sie brauchen vor allem tierische Proteine. Als Kohlenhydratquelle sind meist Getreide, Reis oder Kartoffeln im Futter enthalten. Die Suche nach dem passenden Futter wird jedoch oft zur Qual der Wahl. Bei der Entscheidung hilft ein kritischer Blick auf die Inhaltsstoffe, die auf der Verpackung angegeben sind. Die Inhaltsstoffe werden absteigend in der Reihenfolge nach der Menge im Futter aufgelistet. Das Institut für Tierernährung empfiehlt Futtermittel mit nur einer oder zwei Proteinquellen wie Fleisch oder Fisch. Ist Fleischmehl oder Fischmehl an erster Stelle der Inhaltsstoffe genannt, sei dies auch Hauptbestandteil des Futters. Wer alles richtig machen möchte, kommt nicht darum herum, sich mit den Inhaltsangaben auseinanderzusetzen.