Besonders angenehm sind Spaziergänge im Wald, wenn sich die grünen Blättchen bereits entfalten und an den Nadelhölzern grüne Spitzen treiben. Doch das Leben regt sich auch auf Bodenhöhe. Dort kreucht und fleucht allerlei Getier, das der Frühling erweckt hat.

Zum Glück muss der Hund im Wald an der Leine geführt werden. Das schützt nicht nur die grösseren Waldtiere, sondern auch den Hund, der nicht ungehindert durchs Unterholz streifen kann. Dort lauert eine besondere Gefahr: Die Zecken. Die meisten Hundebesitzer erlebten schon unangenehmes mit diesen Parasiten. So wissen Sie, dass Sie Ihre Hunde vor einem Zeckenbiss schützen sollten oder wie Sie einen solchen zu behandeln haben.

Neue Hundezecken im Anmarsch

Von den etwa 850 Sorten der blutsaugenden Zecken gibt es hierzulande nur zwei, die sich besonders gerne an Hundeblut erlaben: Der Holzbock (Ixodes ricinus) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus). Aber aus Südeuropa nähern sich bald weitere Zecken, vor allem die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Aber auch die Igelzecke (Ixodes hexagonus) oder die Fuchszecke (Ixodes canisuga) haben es auf unsere Lieblinge abgesehen. Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen, Die Auwaldzecke ist für eine Art Hunde- Malaria verantwortlich, und der Holzbock kann bei Mensch und Tier die Borreliose oder Hirnhautentzündung verursachen.

Vorsicht und Vorbeugung sind geboten, bevor Hund und Mensch ins Grüne gehen. Zwar sind sie meist nur zwichen März und Oktober aktiv, aber sie überleben auch in warmen Wintern. Zecken lauern etwa auf einem halben Meter Höhe im Gebüsch und warten nur auf etwas Helles, auf das sie sich fallen lassen. Der Mensch wird also besser auf Shorts verzichten und einen Zeckenspray einsprühen, was besonders wichtig für Kinder ist.

Nach der Heimkehr sorgfältig absuchen

Auch für Hunde gibt es vorbeugende Mittel, die unerschiedlich wirken, vom Zeckenhalsband bis zu Tropfen, die zwischen die Schulterblätter geträufelt werden und sich von selbst über die gesamte hundehaut verteilen. Das Ziel lautet, die Zecken loszuwerden, bevor sie ihr Gift loswerden. Die Impfung, die für Menschen empfohlen wird, die sich oft in Wäldern aufhalten oder beruflich dort zu tun haben, nützt bei Haustieren wenig.

Nach der Heimkehr sind Mensch und Tier minutiös nach zecken abzusuchen. Finden sich einige in den Hundehaaren, soll man sie mit Spezialgeräten ganz vorsichtig möglichst vollständig entfernen. Ganz wichtig ist es, Zecken und andere Insekten als Teile der natur hinzunehmen und sich trotz allem den Spaiergang nicht vergällen zu lassen.