TIPPS

Erziehung 

  1. Ein Hund muss ausreichend und adäquat beschäftigt werden. Ein Vierbeiner benötigt neben der körperlichen Beschäftigung vor allem auch geistige Auslastung
  2. Klare Regeln und deren konsequente Einhaltung sind eine wichtige Prämisse für ein funktionierendes Mensch-Hund- Team
  3. Ein Hund ist ein Hund und muss dieses auch bleiben dürfen, er kann nicht wie ein Mensch funktionieren.
  4. Es ist wichtig, dass der Mensch die Sprache des Hundes erlernt und damit auch das Verhalten der Hunde richtig und zügig einschätzen kann. Check-Up beim Tierarzt

Doch, wie kann man seinen Hund richtig trainieren?

Zentral ist in jedem Fall, dass man sich auf ihn einlässt und sich mit seinen individuellen Bedürfnissen und Charaktereigenschaften, seinen Stärken und Schwächen befasst. «Es geht nie darum, einen Hund gefügig zu machen oder zu brechen. Sondern darum, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Und zu Beziehung gehört Erziehung und umgekehrt», sagt Martin Rütter. Neben der Erziehung der wichtigsten Grundsignale ist eine sinnvolle, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Hundes zugeschnittene Beschäftigung elementar. Hunde müssen körperlich, vor allem aber auch geistig adäquat ausgelastet werden. Nur so wird der Hund wirklich glücklich werden.

Wie schafft man es, individuell auf seinen Hunde einzugehen und ihn fördern?

Das hängt natürlich nicht zuletzt auch von den Veranlagungen des Hundes ab. Denn auch wenn die meisten Hunde heutzutage hauptsächlich als Familienhund gehalten werden, sind die Veranlagungen und Charaktereigenschaften, die früher einmal als Arbeitshund notwendig waren, immer noch in ihnen vorhanden. «Der Windhund etwa liebt Beschäftigungsformen, bei denen er sich schnell bewegen kann. Kommt dazu noch eine spannende Hetze nach einer Beute, ist sein Glück vollkommen. Viele Jagdhunde lieben sämtliche Formen der Nasenarbeit, Suchen, Spuren verfolgen, Hauptsache man kann schnüffeln. Letztlich muss man schauen, welche Bedürfnisse der Hund hat», rät Rütter.

Welches sind absolute no goes bei der Hunderziehung?

Hundeerziehung auf Gewaltbasis ist leider noch immer weit verbreitet. In gewaltvollen Erziehungstechniken werden die betroffenen Hunde geschlagen, erschreckt oder eingeschüchtert. «Gewalt in der Hundeerziehung ist ein absolutes no go. Zu Gewalt zähle ich auch ein Stachel- oder Kettenhalsband sowie Brüllerei», sagt Rütter.

Wie wirken sich Hunde auf den Menschen aus?

Hunde erfüllen in der heutigen Gesellschaft die unterschiedlichsten Funktionen. Sie fungieren als Spielgefährte, Sozialpartner, Alltagshilfe, Lebensretter, tierischer Therapeut oder Türöffner in die Gesellschaft. «Grundsätzlich sind Hunde sehr treue und verlässliche Weggefährten. Keine andere Tierart geht eine derart starke Bindung zum Menschen ein. Der Hund akzeptiert den Menschen als vollwertigen Sozialpartner, er sucht aktiv die emotionale Nähe zum Menschen. Es ist einfach Fakt, dass Hunde sehr viel beim Menschen bewegen können», sagt der Experte. Es existieren Studien, welche die positive Wirkung sogar durch die blosse Anwesenheit eines Hundes belegen: Sie reduziert Stress, beruhigt und hilft Ängste oder Unsicherheiten zu überwinden