Der Krax Club und die Krax Schule – ein Angebot für Kinder und Jugendliche des Schweizer Tierschutz STS – ermöglichen jungen Tierfreunden die aktive Teilnahme am Tierschutz und vermitteln ihnen einen respektvollen und korrekten Umgang mit Tieren. Dafür bietet Krax Schweizer Schulklassen regelmässig Lektionen zum Thema an. Ziel ist es, die Kinder zum Selberdenken zu motivieren und sie auf die Bedürfnisse der Tiere zu sensibilisieren.

Tiere besser verstehen

Die Kinder üben beispielsweise das richtige Verhalten in der direkten Begegnung mit Hunden und lernen deren natürlichen Verhaltensweisen kennen. Ein anderes Lernthema ist die artgerechte Haltung von Heimtieren. Artgerechte Haltung bedeutet, die spezifischen Bedürfnisse eines bestimmten Tieres zu kennen und diese fachgerecht zu erfüllen. «Wenige Kinder wissen etwa, dass ein Hamsterkäfig 80 cm tief mit Sägespänen eingestreut werden soll. Dies ersetzt auch das für den Hamsterrücken schädliche Hamsterrad», so David Naef, Schweizer Tierschutz STS, Leiter Krax Schule. Die Kinder erarbeiten im Unterricht Wissen, dass sie dann praktisch umsetzen können. Nicht nur Heimtier, sondern auch Nutztiere, Tiere im Zoo und Wildtiere werden thematisiert. Gemäss Naef soll es bei den Krax- Schulbesuchen nicht grundsätzlich um Wissensvermittlung gehen, sondern ums Erlebnis und um eine sinnliche Erfahrung, was eine angenehme Abwechslung in den Schulalltag bringt. Zusammen mit den Schülerinnen überlegt sich der Tierschutzlehrer, ob es heutzutage überhaupt noch Sinn macht, Tiere im Zoo auszustellen. Und wenn ja: wie können sie artgerecht gehalten werden?

Beobachtend lernen

Wo lernt man die einzelnen Wildtiere und ihre Charakteristika besser kennen als in der Natur? Auf Wanderungen im Krax-Lager können Kinder Tiere wie Steinböcke, Hirsche, Murmeltiere oder gar Bartgeier in der Wildnis beobachten und ihre Spuren lesen. Je mehr sie dabei über die Verhaltensweisen der Wildtiere erfahren, desto besser nehmen die Kinder Rücksicht auf die Tiere und vermeiden unnötige Störungen. Zudem erweitert diese Art von Bildung das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und fördert die sozialen Kompetenzen der Kinder. Wie sieht ein Rehschädel oder ein Wildschweinfell aus? Was frisst ein Biber oder ein Igel? Solche und andere Fragen beantwortet Krax auch bei Schulbesuchen über Wildtiere, die u.a. im Wald durchgeführt werden können.

Auf Tuchfühlung mit den Tieren

Ein absolutes Highlight und Naherlebnis für die kleinen Tierschützer ist die Begegnung mit Bauernhoftieren auf dem Pausenplatz. Unter professioneller Anleitung besucht Krax Schulhäuser und stellt für einen Tag einen Begegnungsraum auf. Die Klassen dürfen abwechselnd das Gehege besuchen und den Tieren näher kommen. «Wichtig ist uns, dass dabei dem Wohl der Tiere Rechnung getragen wird. Die Kinder sollen unsere Wertschätzung gegenüber ihnen auch vermittelt bekommen. Deshalb besuchen wir die Klassen bereits vor dem Anlass und sprechen mit ihnen über die Bedürfnisse unserer Tiere und wie sie mit ihnen umgehen können», so Naef.