Wie sind Sie zum Reitsport gekommen?

Durch meinen Vater, er war damals Präsident eines Reitklubs. Er wollte, dass ich an den Springen teilnehme. So hat das angefangen. Aber natürlich mit Pferden, die noch nicht ausgebildet waren.

Was fasziniert Sie an diesem Sport?

Der Pferdesport hat mich für das ganze Leben geprägt. Er bedeutet für mich heute meinen Beruf, meine Leidenschaft, beschäftigt mich aber auch in der Freizeit und an den Wochenenden.

Es tönt etwas abgedroschen, aber seit ich die Menschen kenne, weiss ich die Zuneigung von Tieren sehr zu schätzen

Anfangs konnten wir uns nicht nur gute Pferde leisten. Ich habe unzählige Turniere im In- und Ausland geritten und so meine Erfahrungen gesammelt.

Viele Pferde habe ich von Stufe null bis zum erfolgreichen Turnierpferd ausgebildet. Es ist faszinierend, kein Tier ist gleich.

Es braucht viel Gespür und Sensibilität, um ein Pferd in die richtige Richtung weiterzuentwickeln.

Welches waren Ihre grössten Erfolge?

Neben den Erfolgen an der Europameisterschaft 2009 und an Olympia 2008 mit der Mannschaft war ganz klar die Nummer eins in der Weltrangliste im Jahr 2010 der grösste Erfolg und die grösste Bestätigung für mich.

Dieser Erfolg zeigte mir, dass ich es richtig gemacht habe, und war eine enorme Genugtuung für mich persönlich.

Welches bestimmte Ziel verfolgen Sie?

Ich würde natürlich gerne an die Erfolge von 2010 anschliessen und es nochmals an die Spitze der Weltrangliste schaffen.

Ist Ihr Hund an Ihren Turniereinsätzen immer mit dabei?

Ja, mein Hund ist mein bester Freund. Es tönt etwas abgedroschen, aber seit ich die Menschen kenne, weiss ich die Zuneigung von Tieren sehr zu schätzen. Die Treue und Ehrlichkeit von meinem Hund ist einmalig.

Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht im Sattel sitzen?

Ich bin ja auch Unternehmer und führe meinen Stall mit 60 bis 70 Pferden. Zahlreiche Tiere, die ich erfolgreich geritten habe, konnte ich an andere Spitzenreiter verkaufen und sie erlangten weltweit Erfolge. Das erfordert eine hohe Präsenz.

Wenn ich dann einmal ein Wochenende ohne Turnier habe, geniesse ich die Freizeit umso mehr, weil ich schon sehr viel unterwegs bin. Ich gehe gerne wandern und gehe auch gerne mit meiner Partnerin fein essen.

Aber auch Video-Studien von Pferden sind ein wichtiger Teil meiner Zeit, die ich nicht selber im Sattel verbringe.