Der Hund gilt als bester Freund des Menschen. Er ist ein treuer Begleiter zu Hause, beim Spielen, Spazieren, Herumtoben. Deshalb soll der Hund auch möglichst immer und überall mit dabei sein. So auch beim Autofahren. Aber Achtung: Beim Transport eines Haustieres, speziell eines Hundes, ist auch dem Sicherheitsaspekt für Mensch und Tier die nötige Beachtung zu schenken.

Das Gesetz regelt den Tiertransport

Seit zehn Jahren sieht die Tierschutzverordnung vor, auch beim Transport in einem Fahrzeug die Tierwürde zu wahren. Konkret heisst das, dass die Tiere während des Transports genügend Platz haben müssen. Zu viel Raum ist aber auch wieder gefährlich, weil der Hund bei einem scharfen Bremsmanöver dann in seiner Box herumgeschleudert werden kann.

Zusätzlich gilt auch bei Tieren, die laut Strassenverkehrsgesetz als Ladung bezeichnet werden, dass die Transportboxen so anzubringen sind, dass sie keinen Mitfahrer gefährden oder belästigen und auch nicht herunterfallen können. Was ist denn beim sicheren Transport eines Hundes im Auto speziell zu beachten? Diese Frage haben wir Sascha Grunder, Leiter Umwelt und Support beim Touring Club Schweiz, gestellt.

Er war auch der verantwortliche Projektleiter beim aktuellen TCS-Test von Hundeboxen. «Grundsätzlich geht es um zwei Faktoren: die Sicherheit der Insassen und den artgerechten Transport des Tieres von A nach B.»

Eine korrekte Sicherung kann lebensrettend sein

Der Transport eines Hundes im Auto soll sicher und ohne Stress für Insassen und Vierbeiner erfolgen. Verschiedene Arten von Rückhaltesystemen versprechen die nötige Sicherheit. Der TCS hat 19 Produkte für den Hundetransport im Auto getestet.

Untersucht wurden 6 Hundegeschirre, 2 Gitterkäfige, 2 Kunststoffboxen, 2 klappbare Stoffboxen sowie 7 Metallboxen. Eine korrekte Sicherung kann für Tier und Mensch lebensrettend sein: So wird ein 19 Kilogramm schwerer Hund bei einem Aufprall mit 50 Kilometer pro Stunde Kräfte von über 1000 Kilogramm entwickeln und für die vorne sitzenden Passagiere zum tödlichen Geschoss werden.

«Eine Hundebox sollte im Fond des Autos angebracht werden und gut gesichert sein. Dazu eignen sich die serienmässig eingebauten Ösen oder man lässt die Box von einem Fachmann hinter der Rückbank fest einbauen. Ideal sind natürlich Kombifahrzeuge oder Autos mit einer Heckklappe.

Die Box sollte der Grösse des Tieres angepasst, aber nicht zu gross gewählt sein. Das Fahrzeug muss generell gut belüftet werden und darf weder finster noch direkt von der Sonne angestrahlt sein», betont der Fachmann. Auch ein Hund braucht für die Autofahrt eine gewisse Angewöhnung. Es macht also durchaus Sinn, den Vierbeiner auf spielerische Art an die Fahrt in der Box und im Auto zu gewöhnen. So bleiben dem Tierfreund auch unangenehme Überraschungen erspart.

Ist teurer einfach besser?

So generell will TCS-Projektleiter Sascha Grunder das nicht bestätigen: «Der Test mit 19 verschiedenen Produkten hat gezeigt, dass möglichst stabile Metallboxen die beste Sicherheit bieten. Sieben Metallboxen von unterschiedlichen Herstellern haben dabei mit ‹hervorragend› und ‹sehr empfehlenswert› abgeschlossen.»

Weniger überzeugend waren hingegen die tragbaren Transportboxen aus Kunststoff oder die Transportkäfige aus leichtem Gitterdraht. Diese und die faltbaren Hundeboxen erreichten nur das Prädikat «bedingt empfehlenswert».

Sascha Grunder relativiert aber: «Es ist nicht primär eine Frage des Preises. Natürlich sind die massiven und sehr stabilen Boxen schon vom verbauten Material her aufwendiger. Es gibt aber durchaus preislich vernünftige Transportboxen für Hunde in jeder Grösse. Und diesen Aufwand, zum Schutze seines Lieblings, sollte es einem echten Tierfreund schon wert sein, denn eine Hundebox hält ein Leben lang.»