Weshalb wählten Sie einen Hund als Haustier?

Der Vierbeiner ist ständig an der Seite seines Partners und bei einer liebevollen, konsequenten Führung treu ergeben. Für mich ist keine Beziehung zu einem Tier so intensiv wie zu einem Hund.

Teilen die beiden Männer in Ihrem Leben die Liebe zu Hunden mit Ihnen?

 

Profil: Andrea Vetsch
Alter: 28.
Karriere:  spielte Miss Bikini in Michael Steiners «Das Missen Massaker ». Sie verfasste das «Praxishandbuch für Ersthundehalter ». Den Studiengang Hundepsychologie absolvierte sie an der Akademie für Tiernaturheilkunde. 
Familie:
Sie lebt mit Partner und Sohn im Thurgau. Dort baut sie eine Hundeschule auf.

Ja. Ein Partner, der nichts mit Tieren anfangen kann, wäre für mich nie in Frage gekommen. Mein Sohn lächelt jedes Mal, wenn meine Hündin das Zimmer betritt – ein wunderbarer Moment. Ich freue mich, auf das gemeinsame Spiel der beiden. Ein Haustier beeinflusst die Entwicklung des Kindes positiv, davon bin ich überzeugt.

Welche Tipps würden Sie einem Erstbesitzer geben?

Das A und O ist eine artgerechte Haltung. Man sollte den Hund fördern wie auch fordern, ihm jedoch seinen freien Willen lassen. Eine gute Hundeschule ist elementar für eine optimale Erziehung und um eine funktionierende Beziehung aufzubauen. Hilfreich bei der Suche nach einer Schule, kann der Austausch mit anderen Hundehaltern sein. Mir half das Lesen von Fachliteratur zudem sehr.

Was sollte vor der Anschaffung eines Hundes beachtet werden?

Vorher muss man sich Gedanken machen, ob der Hund zum eigenen Lebensmodell passt – nicht nur im Moment, sondern auch in Zukunft. Denn die Lebenserwartung eines Hundes beträgt etwa 12 Jahre. Während dieser Zeit ist er auf den Halter angewiesen.

Auf was sollte am Anfang bei einem Hund geachtet werden?

Bei der Erziehung darf es nur Schwarz oder Weiss geben. Das heisst: Ein Nein bleibt ein Nein und ein Ja ist ein Ja. Graustufen verwirren Hunde. Ausserdem erschweren und beeinflussen sie die Erziehung negativ. Hat der Hund sich an den neuen Wohnort und die Bezugspersonen gewöhnt, ist es sinnvoll, ihn richtig zu sozialisieren. Das bedeutet, ihn mit fremden Menschen, Fahrradfahrern, dem Stadtleben, anderen Hunden, Kindern etc. in Kontakt zu bringen. Bei der heutigen Gesetzeslage darf der Hund fast kein Hund mehr sein. Deshalb sollten die Welpen früh mit der industrialisierten Welt der Menschen konfrontiert werden.

Was sollte der frischgebackene Hundebesitzer vermeiden?

Ein Hund braucht eine Weile, um sich an seinen Lebensplatz zu gewöhnen. Vermieden werden sollte in der ersten Zeit, ihn mit Reizen zu überfluten. Er muss sich zuerst mit seinem neuen Zuhause und den Bezugspersonen anfreunden. So wird die Beziehung gestärkt und die Bindung gefestigt. Zu Beginn ist dies das Wichtigste.