In jedem dritten Haushalt in der Schweiz wohnt ein Haustier. Fast 1,5 Millionen Katzen und eine halbe Million Hunde leben unter und mit uns und begleiten ihre Halter treu durch das Leben. Für das Wohl der Haustiere ist Herrchen und Frauchen fast kein Aufwand zu gross, keine Kosten zu hoch.

Diese Einstellung teilt man solange, bis etwas Schlimmes passiert, denn nach einem Unfall oder im Falle schwerer Krankheit häufen sich Tierärzterechnungen zu einem riesigen Kostenberg. Die Schweizerinnen und Schweizer zahlen jährlich zusammen 400 Millionen Franken für die Behandlung ihrer geliebten Vierbeiner.

Bricht sich ein Hund oder eine Katze beispielsweise das Bein, so belaufen sich die Kosten durchschnittlich auf 2‘700 Franken. Erkrankt das Haustier gar an Krebs, muss man für eine entsprechende Therapie um die 3‘000 Franken hinblättern. Kosten, für die man gerne aufkommt, die sich aber nicht jeder zum Zeitpunkt der Erkrankung leisten kann. Eine Tierversicherung ist in solchen Situationen eine willkommende Stütze. 

 

Krebs: Eine häufige Todesursache bei Tieren

400 Millionen Franken für die Behandlung der Haustiere pro Jahr.

Jeder zweite Hund über 10 Jahren stirbt an Krebs, berichtet der K-Tipp. Ob ein Hund oder eine Katze im Verlauf des Lebens an Krebs erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber von der Rasse. So besteht zum Beispiel bei Boxern, Golden Retrievern oder Dobermännern ein zehnmal erhöhtes Risiko an Knochenkrebs zu erkranken als bei Menschen. Glücklicherweise kann jedes zweite Tier, das an Krebs erkrankt, geheilt werden. Versicherungen für Haustiere decken die Kosten für die anfälligen Therapien teilweise und entlasten so die Kasse des Halters massiv.

Monatlich ist eine solche Versicherung für Hunde bereits für knapp 15 Franken, für Katzen für knapp acht erhältlich. Eine monatliche Investition, die den Besitzer nicht nur im Krankheitsfall des Tieres entlastet.

Wichtiger als die Versicherung im Falle einer Krebserkrankung, ist derjenige, wenn das Haustier einen Gegenstand verschluckt. Sowohl bei Katzen als auch bei Hunden in der Schweiz kommt dieses Szenario täglich vor. Nicht selten kommt es bei solchen Vorfällen zu teuren Operationen, weil der verschluckte Gegentand innere Organe des Haustiers verletzt haben. Ein solcher Eingriff bringt hohe Kosten mit sich, welche mit einer Haustierversicherung tiefer ausfallen. 

Eine Haustierversicherung beteiligt sich auch an Kreuzbandriss-Operationen, die vor allem bei Hunden durchgeführt werden. Kreuzbandrisse betreffen vor allem grössere, schwerere Hunde wie Labradore, Boxer oder Rottweiler. Im Durchschnitt sind die betroffenen Hunde fünf Jahre alt. Aber auch bei Kleinhunden kann es zu einem Kreuzbandriss kommen.

 

18'000 vermisste Katzen pro Jahr

Für Katzenhalter besonders interessant ist die Beteiligung der Kosten eines Presseinserates, wenn die Katze abhaut und gesucht wird. Pro Jahr entlaufen in der Schweiz etwa 18‘000 Katzen. Dieses Angebot gilt natürlich auch für Hunde.

Die Begleitung der Versicherung durch das Tierleben reicht über dessen Tod hinaus. Entscheiden sich Halter und Tierarzt zusammen, den Vierbeiner aus gesundheitlichen Gründen einzuschläfern, so beteiligt sich die Versicherung nicht nur an den Euthanasiekosten. Entscheidet sich der Halter nach der Einschläferung für ein Ersatztier, so zahlt die Versicherung dem Herrchen oder Frauchen eine Entschädigung aus.