Tiere bereiten uns Menschen viel Freude. Gerade für einsame Leute und Kinder können sie ein wichtiger Freund sein, der ihnen das Gefühl gibt, gebraucht zu werden beziehungsweise Verantwortung zu tragen.

Doch nicht jedes Tier passt in jedes Umfeld. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte im Vorfeld ein paar grundsätzliche Überlegungen machen – dem Tier zuliebe, aber auch sich selbst.

Tiere sind keine Ware

Tiere sind kein Hobby, kein einfacher Zeitvertrieb und erst recht kein Spielzeug. Sie sind Lebewesen mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen wie wir Menschen, weshalb man sie auch nicht wie «Sachen» schenkt.

Es liegt in der Verantwortung jeder Person, vorab richtig abzuwägen, ob ein Tier im persönlichen Alltag ausreichend Platz findet

Familienmitglieder sollten dementsprechend alle mit dem Neuzuzüger einverstanden sein und Bereitschaft zeigen, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen – und das für längere Zeit.

Denn die Versorgung eines Tieres ist eine Verpflichtung, die man je nach Tierart und Lebenserwartung über Jahrzehnte eingeht.

Das heisst, auch die Ferien- und die Familienplanung sind bei der Tierwahl gut miteinzukalkulieren. Auch ein wichtiger emotionaler Aspekt sollte nicht ausser Acht gelassen werden: Tiere leben nicht ewig. Wer unter grosser Verlustangst und Abschiedsschmerz leidet, sollte sich lieber kein Tier zutun.

Tiere brauchen Zeit

Wer sich ein Tier wünscht, sollte sich auch überlegen, ob er oder sie genug Zeit dafür hat und sich mit den jeweiligen Verhaltensweisen des Tieres zurechtfindet. Ein Hund braucht viel Auslauf.

Auch Katzen, die eigentlich freiheitsliebende und unabhängige Tiere sind, wollen mit Herrchen und Frauchen hie und da spielen und von ihnen gestreichelt werden. Nicht zu unterschätzen ist auch die hygienische Komponente: Mit dem Hund regelmässig Gassi gehen, Katzenklo reinigen, Hamster-, Meerschweinchen-, Kaninchenstall oder Vogelkäfig ausmisten gehören dazu.

Besonders zeitaufwendig sind Pferde. Die wenigsten haben einen Stall zu Hause. Das heisst, dass neben der sonst schon aufwendigen Pferdepflege auch die Hin- und Rückfahrt zum Pferdestall einzuberechnen sind.

Es liegt in der Verantwortung jeder Person, vorab richtig abzuwägen, ob ein Tier im persönlichen Alltag ausreichend Platz findet.  

Kostenpunkt

Um den arteigenen Bedürfnissen und Besonderheiten der Tiere – über die man sich vorab unbedingt informieren sollte – gerecht zu werden, dürfen Tierhalter auch keine Kosten scheuen.

Denn nicht nur die Anschaffung, sondern auch der Unterhalt eines Tieres kostet: Futter, Impfungen, Hundekurse, Stallmiete sowie unvorhersehbare medizinische Eingriffe sind nur ein paar Beispiele dafür, was finanziell so alles anfallen kann – und das über mehrere Jahre.

Dazu kommt: Je grösser das Tier, desto grösser ist auch der Lebensraum, den es braucht.