Dabei bringen Reptilien nicht nur einen Hauch von Urzeit ins Wohnzimmer, sie bieten auch eine interessante Vielfalt an Farben und Verhaltensweisen.

Dementsprechend anspruchsvoll ist jedoch auch ihre artgerechte Haltung, bei der sich Einsteiger im Vorhinein umfassend über Lebensgewohnheiten und Pflegeanforderungen informieren sollten.

Wer sich erstmals ein Terrarium anschafft, sollte sich bei der Wahl des Tieres nicht gleich für die anspruchsvollsten Arten entscheiden

Je nach Tierart kommen beispielsweise verschiedene Terrarientypen infrage.

Beachtet werden sollte hier jedoch nicht die Optik des Terrariums, sondern die Haltungsbedingungen des Tieres sowie die Nachahmung ihres natürlichen Lebensraumes.

Für Amphibien, wasserliebende Reptilien, Frösche und einige Schildkrötenarten eignet sich zum Beispiel das Aquaterrarium mit einem überwiegenden Wasseranteil.

Das Waldterrarium ist vorwiegend für baumbewohnende Tiere, wie zum Beispiel einige Echsenarten, Vogelspinnen und Insekten geeignet. Andere Echsen, Froschlurche und Schlangen benötigen ein Regenwaldterrarium oder Tropenterrarium mit Beregnungsmöglichkeit und entsprechender Luftfeuchtigkeit, während für Agamen und Skorpione ein Trockenterrarium, Wüsten- oder Steinterrarium infrage kommt, da es vorwiegend für bodenbewohnende Tiere geeignet ist. 

Natürlich muss für das Terrarium auch genügend Platz zur Verfügung stehen, denn Kragen- oder Segelechsen sowie einige Schlangenarten beanspruchen viel Platz und brauchen dementsprechend grosse Terrarien. Insekten oder Skorpione sind dagegen genügsam und können auch in kleineren Behältern untergebracht werden.

Damit die Wildtiere gesund bleiben, ist es wichtig, zu bedenken, dass sie auf verdauliches Futter angewiesen sind. Eine gute Fütterung von Reptilien orientiert sich demnach an der Natur. Das Ziel sollte eine möglichst naturnahe Ernährung sein mit Futter, das die Tiere in der Natur finden würden.

Wer sich erstmals ein Terrarium anschafft, sollte sich bei der Wahl des Tieres nicht gleich für die anspruchsvollsten Arten entscheiden, da eine verantwortungsvolle Tierhaltung jahrelange Erfahrung voraussetzt.

Deshalb sollte man für den Einstieg beispielsweise auf giftige Tiere grundsätzlich verzichten und sich stattdessen auf Tiere wie Echsen, Leguane oder Geckos konzentrieren, die viel Ruhe benötigen, pflegeleicht sind und vorzugsweise im Trockenterrarium untergebracht werden.