Welches sind oft benutzte Rehabilitationshilfen? 

Es gibt Hilfsmittel für viele Lebenslagen. Was einem so alltäglich wie das Zuknöpfen eines Hemds erscheint, ist im Alter vielleicht nur noch mit einem Hilfsmittel zu bewerkstelligen – für diesen Fall ist ein handliches Gerät erfunden worden. Wenn Schuhebinden nicht mehr geht, ist man für vorgebundene Schnürsenkel dankbar. Ältere Menschen haben manchmal Mühe, die Hand zum Kämmen zu heben. Dafür gibt’s einen Kamm mit Verlängerung. Die Hersteller sind so erfindungsreich, dass selbst die Ärzte nicht das ganze Angebot kennen. 

Muss man die Senioren zur Verwendung überreden? 

Menschen mit Gehproblemen sind oft erst nach einigen Stürzen bereit, einen Stock zu akzeptieren. Die Gehhilfe signalisiert zudem, diese Person hat eine Beeinträchtigung, was sinnvoll ist, aber den Stolz verletzen kann. Mancher trägt ja untaugliches Schuhwerk trotz Gehbehinderung, weil ihm Eleganz wichtig ist. 

Hat die Wirtschaft diesen Markt schon entdeckt? 

Ja, insbesondere bei Rollatoren wurden viele Modelle entwickelt. Das Gute daran: Je häufiger eine Rehabilitationshilfe zu sehen ist, desto höher die Akzeptanz. 

Wie verhält es sich mit der Kostenübernahme? 

Krankenkassen, IV und AHV übernehmen Kosten bestimmter Mittel. Glücklicherweise sind viele Hilfsmittel nicht besonders kostspielig. Eine Schnabeltasse für jemanden, der beim Trinken stark zittert, ist erschwinglich.

 Welche Rehabilitationshilfe muss noch erfunden werden? 

Ich hoffe auf einen Durchbruch bei leistungsfähigen Bein-Prothesen, die den Patienten nicht nur stützen, sondern ihm die Kraft für eine Bewegung zurückgeben.