Jeder fünfte Schweizer ist von rheumatischen Erkrankungen betroffen. Den meisten Menschen ist Rheuma zwar ein Begriff, oft wissen sie jedoch wenig über die Krankheit. Rheumatismus (kurz: Rheuma) ist eigentlich ein Sammelbegriff für völlig unterschiedliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates – sprich, der Muskeln, Sehnen, Gelenke, Knochen oder des Bindegewebes.

Was die sehr unterschiedlichen rheumatischen Krankheitsbilder wie etwa Arthrose, Arthritis, Gicht, Osteoporose etc. gemeinsam haben: Sie zerstören die Gelenke, Gelenkknorpel oder Knochen und verursachen dabei starke Schmerzen.

Rheuma kann Menschen aller Altersgruppen treffen. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt jedoch mit fortschreitendem Alter zu. Wer rheumatisch bedingten Schmerzen ausgesetzt ist, muss nicht zwingend zu starken Medikamenten greifen: Oft kann auch die Naturmedizin weiterhelfen. Doch welche natürlichen Mittel und Massnahmen gibt es?

Alternative Behandlungsmassnahmen

Das A und O der Rheumaprävention im höheren Alter bilden eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Mit ersterer Massnahme vermeidet man einen Nährstoffmangel, der sich negativ auf Knochen und Gelenke auswirken könnte. Rheumatiker sollten z.B. reichlich Omega-3-Fettsäuren verzehren. Denn diese konkurrieren mit den entzündungsfördernden AA-Fettsäuren im Körper.

Durch körperliche und sportliche Aktivitäten lässt sich zudem die Gelenkbeweglichkeit erhalten und die Kraft fördern, was den Bewegungsapparat in Schwung hält. Je nach Krankheitsbild können auch Physiotherapie, orthopädische Massnahmen oder Ergotherapie Linderung erzeugen.

Auch die Komplementärmedizin nimmt in der Schmerzbehandlung von Rheuma eine wichtige Rolle ein. Die Methoden zur sanften Behandlung reichen von Akupunktur, Homöopathie und Kältetherapie über pflanzliche Schmerzmittel bis zur Magnetfeldtherapie.

Mit Hanf gegen Schmerzen

Ein weiteres natürliches Mittel zur Rheumabehandlung lässt sich aus Cannabis gewinnen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Hanfprodukte – vor allem Öle – im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen eine schmerzstillende Wirkung besitzen.

Konkret handelt es sich hierbei um das am zweitstärksten konzentrierte Cannabinoid: Cannabidiol, kurz CBD. Dieser Wirkstoff beeinflusst das Nervensystem, das Immunsystem und das Gehirn auf beruhigende Weise, ohne dabei jedoch eine psychoaktive Wirkung zu verursachen wie das bekanntere THC (Tetrahydrocannabinol). Im Gegensatz zum THC, das in den Drogenhanfsorten zu finden ist, kommt CBD vor allem im Faserhanf vor. Gerade im industriell angebauten Hanf, in dem kaum THC zu verzeichnen ist, ist der Anteil an CBD besonders hoch, weshalb er auch für das rauschfreie legale Hanföl verwendet wird.

Vielseitige Anwendungsbereiche

Das sogenannte CBD-Öl kann bei vielerlei Gesundheitsproblemen eingesetzt werden, da es zahlreiche therapeutische Eigenschaften besitzt: Es wirkt medizinisch antibakteriell, entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und hilft auch gegen Übelkeit.

Das hochwertige Öl enthält nebst CBD viele wichtige Inhaltsstoffe wie Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

CBD bringt insbesondere bei chronischen Schmerzen Linderung und wird in der Alternativmedizin daher vor allem bei Krämpfen, Migräne, Arthritis und Entzündungen wie auch bei Epilepsie und sonstigen Schmerzen angewendet.

Auch die rheumatische Erkrankung Fibromyalgie kann nachweislich mit CBD-Öl gelindert werden. Der Hanfextrakt wird in Form von Tropfen eingenommen. Die Dosierung hängt von der zu behandelnden Krankheit ab. In der Schwangerschaft wird eine CBD-Öl Einnahme nicht empfohlen.

Der Naturextrakt ist kein Patentrezept. Es kann jedoch komplementär eingesetzt werden, um das Leben wieder erträglicher zu machen, wo die herkömmliche Medizin eventuell nicht weiterkommt.