Viele Senioren sind gesund und können lange Zeit in den eigenen vier Wänden leben. Moderne Medizin, Spitex, ambulante Pflegeeinrichtungen sowie finanzieller Wohlstand ermöglichen dies, auch wenn die klassische Familienstruktur in unserer Gesellschaft nicht mehr eine Selbstverständlichkeit ist. Die Belegungen in Altersheimen haben folglich abgenommen, denn wenn eine selbständige Lebensweise nicht mehr möglich ist, kommen die Menschen direkt in eine in eine Pflegeinstitution.

Alleine leben

Orthopäden sind häufig mit Menschen konfrontiert, die zwar in gutem Allgemeinzustand sind, aber  schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates sie behindern – und damit ihre Selbständigkeit zu Hause bedrohen.  Arthrosen in den Gelenken (Hüfte und Knie) und Wirbelsäule führen neben Schmerzen zur Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit, Sturzgefahr und Abhängigkeit von medizinischen Behandlungen und Medikamenten. So zum Beispiel Frau A. Sie ist 89 Jahre alt und selbständig. Sie lebt seit Jahrzehnten in ihrer 4½- Zimmerwohnung im 3. Stock im Bezirk Horgen. Zunehmend schmerzen sie die Beine an den Oberschenkel und Hüften. Schliesslich erleidet sie einen Sturz, weil das Hüftgelenk blockierte und dann den Dienst verweigerte. Zusätzlich machten ihr Schmerzen beim Aufstehen aus dem Stuhl Probleme, die Nachtruhe war regelmässig stark gestört. Der Hausarzt versuchte mit Schmerzmittel zu lindern, empfahl aber Frau A., ins Pflegeheim zu gehen und sich mit dem Rollstuhl zu bewegen. Doch es kommt anders.