Dieses Geschäftsmodell erlaubt auch das Eingehen auf individuelle Wünsche. Konstanz ist vor allem bei Personen sehr wichtig, die vergesslich werden, erste Anzeichen von Alzheimer aufweisen.

Auch wegen der demografischen Entwicklung wächst der Spitex-Markt kontinuierlich. Das ist vom Staat so gewollt. Soll doch die ambulante gegenüber der stationären Pflege gefördert werden. Die Gründe sind die Kosten und der Zeitgeist. Die Leute wollen möglichst lange zu Hause leben können.

Öffentliche und private Spitex-Organisationen arbeiten immer besser zusammen

Heute arbeiten öffentliche und private Organisationen immer besser zusammen. Man hilft sich gegenseitig aus, stellt die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Was die Pflege anbetrifft verfügen öffentliche wie auch private Organisationen über eine kantonale Betriebsbewilligung und eine ZSR-Nummer, welche für die Abrechnung mit den Krankenkassen Voraussetzung ist.

Auch bezüglich Qualität sind die Auflagen und Kontrollen identisch. Entsprechend sind die Kosten auf den Franken genau gleich hoch. Bei der Hauswirtschaft und Betreuung hingegen gibt es Unterschiede.


Das Angebot ist in der Regel bei den Privaten breiter und kann individueller gestaltet werden. Voraussetzung dafür ist die Bezugspflege.
 

Die Spitex-Organisation kann man auswählen

Viele Pflegebedürftige sind sich gar nicht bewusst, dass sie die freie Wahl zwischen verschiedenen Spitex-Anbietern haben. Beim Austritt aus dem Spital oder im Gespräch mit dem Hausarzt suchen sich die Patienten und Patientinnen ihre bevorzugte Organisation, sei dies öffentlich oder privat, aus.

Dafür gibt es das Onlineportal OPAN. Da findet man in jeder Region verschiedene Anbieter und kann auswählen. Je nach Bedürfnissen und Verfügbarkeit. Auf www.opanspitex.ch kann selbst nach einem Babysitterdienst oder Hilfe für Wohnungsräumungen gesucht werden.

Alle Spitex-Anbieter sind in der Lage, die verlangten Leistungen zu garantieren. Das Ziel ist immer die Erhöhung der selbstbestimmten Lebensqualität der Klientinnen und Klienten in ihrer angestammten Umgebung.

Kantone und Gemeinden benachteiligen die privaten Spitex-Organisationen

Leider ist es heute immer noch so, dass die privaten Organisationen durch die Restfinanzierer nicht gleich behandelt: Kantone bzw. Gemeinden müssen die Differenz zu den Krankenkassen- und Patientenbeiträgen, welche zusammen nicht kostendeckend sind, bezahlen.

Die öffentlichen Organisationen erhalten Leistungsverträge auf der Basis von Budgets und werden in einigen Kantonen sogar überfinanziert. Von den privaten verlangt man Kostenrechnungen, welche immer 2 bis 3 Jahre zurückliegen, und bezahlt dann, zeitversetzt einen Normkostensatz, welcher nicht kostendeckend ist bzw. sein kann.

Die Association Spitex privée Suisse ASPS setzt sich für ihre Mitglieder auf eidgenössischer und kantonaler Ebene für eine Gleichbehandlung bei gleicher Leistung ein. Dieser Weg ist steinig und dürfte noch einige Jahre dauern. Immerhin ist ein Fortschritt erkennbar und auch die Zusammenarbeit mit dem Verband der öffentlichen Spitex Organisationen Spitex Schweiz ist in den letzten Jahren stetig besser geworden, was sehr erfreulich ist.

Ambulante Pflege braucht dringend mehr Support von der Politik und der Verwaltung

Die Politik und vor allem auch das Bundesamt für Gesundheit müssen endlich erkennen, dass in den nächsten Jahrzehnten die alten Menschen nur durch einen massiven Ausbau der ambulanten Pflege ihre letzten Lebensjahre in würdiger Umgebung verbringen können.

Heute beträgt der Anteil der ambulanten Pflege an den Gesundheitskosten rund 3%. Also ein sehr marginaler Betrag, wenn man ihn dem Nutzen gegenüberstellt. Es ist entsprechend frustrieren feststellen zu müssen, wie wenig für die ambulante Pflege durch den Bundesrat und die verantwortlichen Bundesämter getan wird.

Zum Beispiel hat man eine nationale Demenzstrategie mit grossem Aufwand ausarbeiten lassen und die Finanzierung ausgeklammert. Wie naiv ist denn das?

Spitex auf einem Blick

  • Die Dienstleistungen werden nach individuellen Bedürfnissen der Klienten vom diplomierten Fachpersonal rund um die Uhr angeboten.
  • Es wird ,wenn immer möglich, darauf geachtet, dass die gleiche Betreuungsperson Unterstützung leistet.
  • Die Spitex rechnen mit Kostenträgern wie Krankenkassen, Unfall-, Militär-, und Invalidenversicherung ab.