Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts...

...welche die Knochen abbaut und damit nach und nach ihre Struktur zerstört. Die Knochen werden porös und sind weniger belastungsfähig. Sie sind dadurch auch weniger stabil. Deshalb kommt es schneller zu Knochenbrüchen. Mit zunehmendem Alter ist zwar ein gewisser Verlust an Knochenmasse durchaus normal. Kritisch wird es dann, wenn dieser Verlust übermässig gross wird.

Die Betroffenen bemerken den Knochenabbau in der Regel erst, wenn er unerwartet zum Knochenbruch führt. Solche Wirbelbrüche werden oft nicht als solche erkannt, weil die Betroffenen sie als Hexenschuss, starke Rückenschmerzen oder Altersbeschwerden interpretieren.

Gestörter Knochenstoffwechsel

Das menschliche Skelett ist ein Leben lang einem ständigen Prozess des Auf- und Abbaus der Knochen ausgesetzt. Etwa bis zum 40. Lebensjahr baut sich mehr Knochenmasse auf als ab.

In dieser Zeit nimmt die Knochenmasse des Menschen ständig zu, bis eine individuelle maximale Knochenmasse erreicht ist. Danach überwiegt jedoch der Knochenabbau: Der Körper baut dann jährlich etwa ein halbes bis ein Prozent der Knochenmasse wieder ab.

Bleibend eingeschränkt

Eine schwerwiegende Folge der Osteoporose ist ein Bruch des Schenkelhalses. Viele ältere Menschen sind nach einem solchen Bruch bleibend eingeschränkt und behindert. Bei Frauen tritt eine Osteoporose deutlich häufiger auf als bei Männern.

Bei einer Osteoporose manifestieren sich kaum Symptome, solange die Knochenmasse lediglich ein wenig vermindert ist. Im weiteren Verlauf macht sich die Osteoporose allerdings durch Knochenbrüche bemerkbar, die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten (sogenannte Spontanfrakturen).

Nach einem durch Osteoporose bedingten Knochenbruch können Schmerzen auftreten, welche die Mobilität oft stark beeinträchtigen.

Einer Osteoporose vorbeugen

Das Knochengewebe braucht Kalzium und Vitamin D, um Knochen zu bilden. Eine ungenügende Kalziumaufnahme kann den Aufbau der Knochenmasse bremsen oder gar verunmöglichen und den altersabhängigen Knochenverlust verstärken.

Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Kalziumlieferanten. Und auch Gemüse, Früchte, Getreideprodukte und Kartoffeln sollten auf dem Menüplan nicht fehlen. Bei älteren Menschen muss das fehlende Vitamin D auch bei gesunder Ernährung oft ergänzt werden.

Auch im Alter verbessert regelmässige Bewegung die Muskelkraft, die Koordination und den Gleichgewichtssinn. Dadurch vermindern sich die Gefahren eines Sturzes stark und damit auch das Risiko eines Bruches.

Aber Vorsicht: Für einen bereits geschädigten oder gefährdeten Knochen ist nicht jede Art von Bewegung sinnvoll. Deshalb sollte man gemeinsam mit seinem Arzt herausfinden, welches Training geeignet ist.

Eine Osteoporose diagnostizieren

Zur Diagnose einer Osteoporose braucht es eine Knochendichtemessung. Weil das Entstehen einer Osteoporose Jahre dauert, können aufgrund von Knochendichtemessungen frühzeitig die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Es gibt bekanntermassen Risikofaktoren, die eine Osteoporose begünstigen. Dazu zählen unter anderem ein Kalzium- und Vitamin-D-Mangel, bestimmte Medikamente, Krankheiten, die den Knochen schwächen, ein niedriges Körpergewicht, Rauchen und Alkohol. Bei Frauen sind es zudem ein Östrogenmangel, eine frühe Menopause, das Ausbleiben der Monatsblutung während mehr als sechs Monaten oder die erfolgte Entfernung der Eierstöcke.

Durch Osteoporose bedingte Frakturen verursachen nicht nur viel Leid, sie gehen auch ins Geld: Mehr als eine Milliarde Franken machen derzeit die Gesundheitskosten bei Osteoporosefällen aus.

Rund ein Viertel davon entfallen auf Akutspitalkosten, die bei der Hospitalisation unmittelbar nach dem Knochenbruch anfallen. Dazu kommen ambulante Frakturbehandlungen sowie Rehabilitationsaufenthalte. Gut beraten ist deshalb, wer rechtzeitig die geeigneten Massnahmen trifft, um einer Osteoporose vorzubeugen.