Das Alter hinterlässt seine Spuren: auch im Mund

Jahrzehntelanges Abbeissen, Kauen, Zermahlen, literweise Coca-Cola, Rotwein und Zigaretten. Auch wer seine Zähne ein Leben lang penibelst reinigt, kann Gebrauchsspuren nicht vermeiden.

Der Zahnschmelz wird weniger, die Zähne fragiler und spröder, bis sie schliesslich ihren Dienst einstellen und manchmal wie Porzellantassen irgendwann einfach zerbrechen.

Obwohl bei guter Prophylaxe und richtiger Behandlung die eigenen Zähne theoretisch durchaus ein ganzes Leben lang halten können, sind viele ältere Menschen noch immer auf einen Zahnersatz angewiesen.

Ein vollständiges, festsitzendes und ästhetisches Gebiss ist in jedem Alter elementar und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Denn sind nicht mehr ausreichend Zähne vorhanden, leidet in der Regel die Ernährung und somit letztlich die Gesundheit darunter.

Doch nicht nur das: Insbesondere, wenn Probleme bei den Frontzähnen auftauchen und dadurch ein natürliches Lächeln verhindert wird, droht häufig der soziale Rückzug.

Die passende Lösung finden

Heutzutage gibt es zahlreiche Methoden, fehlende Zähne zu ersetzen. Welche Strategie gewählt wird, um die Lücken ästhetisch und funktional zu schliessen, hängt stark von der individuellen Situation ab.

Eine wichtige Entscheidungsgrundlage ist etwa der Zustand des Zahnfleischs, Kieferknochens und der noch vorhandenen Zähne. Doch auch die finanziellen Möglichkeiten sind ein entscheidendes Kriterium, zumal die Preise für herkömmliche Brücken oder festsitzende Implantate weit auseinanderklaffen.

Die wichtigste Frage bei der Wahl der dritten Zähne ist stets: Sollen sie festsitzen oder herausnehmbar sein? Fehlen nur einzelne Zähne, wird heutzutage häufig ein fester Zahnersatz aus Kunststoff gewählt. Fehlen mehrere oder sogar alle Zähne, sind beide Möglichkeiten denkbar. Abnehmbare Voll- und Teilprothesen haben den grossen Vorteil, dass sie massiv kostengünstiger sind als Implantate.

Immer wieder klagen Betroffene jedoch darüber, dass die Versorgung mit schleimhautgetragenen Totalprothesen vor allem im Unterkiefer nicht zufriedenstellend funktioniert und die Prothese so beim Kauen und Sprechen schaukelt. Auch das Gefühl, einen Fremdkörper im Gaumen zu haben, empfinden viele Träger als irritierend.

Eine Alternative dazu kann die Implantation von Haltelementen bieten, welche die Prothese stabilisieren. Diese Lösung ist zwar teurer als eine klassische Prothese, bietet dafür aber auch einen verbesserten Tragekomfort.

In der Schweiz werden jährlich zwischen 75000 und 80000 Implantate eingesetzt.

Höherer Komfort dank festsitzender Implantate

Festsitzende Implantate – sei es als getragene Brücke für den ganzen Kiefer oder als Ersatz für einzelne Zähne – bieten zweifelsohne eine hohe Funktionalität, einen verbesserten Komfort und sind ästhetisch ansprechender und natürlicher als Prothesen. In der Schweiz werden jährlich zwischen 75000 und 80000 Implantate eingesetzt. 60 Prozent der Personen, die sich für ein Zahnimplantat entscheiden, sind dabei über 50 Jahre alt.

Der Erfolg ist gemäss der Implantat Stiftung Schweiz heute in den allermeisten Fällen sehr gross und die Patienten profitieren von einer erhöhten Lebensqualität und Kaufähigkeit.

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, welche meist aus gut verträglichem Titan bestehen. Während einer kurzen Operation unter örtlicher Betäubung werden die Schrauben in den Kieferknochen eingedreht, wo sie dann innerhalb weniger Wochen festwachsen.

Welche Beschwerden gibt es nach der Operation?

Die Beschwerden nach der Operation sind in der Regel gering und können falls nötig mit Schmerztabletten gelindert werden. Die meisten Patienten sind allerdings schon am Tag nach dem Eingriff wieder arbeitsfähig. Nach einer erfolgreichen Wundheilung kann der Zahnarzt feste Kronen oder Brücken beziehungsweise stabile Implantatprothesen anfertigen und diese schliesslich auf dem Implantat befestigen.

Studien haben gezeigt, dass er Behandlungserfolg stark davon abhängt, ob der Patient nicht oder nur wenig raucht. Auch eine professionelle Nachbetreuung vor allem durch einen Dentalhygieniker ist essenziell, um die Chancen auf eine erfolgreiche Implantatbehandlung zu steigern. Ist dieses Prozedere erst einmal überstanden, haben Implantate bei guter Pflege grundsätzlich eine unbeschränkte Lebensdauer.