Welche Erinnerungen hast du an deine Jugend?

Ich hätte mir wohl keine bessere Jugendzeit wünschen können. Ich bin sehr behütet und mit sehr viel Liebe aufgewachsen und hatte mit meinen Eltern und meinen Schwestern ein super Verhältnis zu Hause. Ich bin an einem wunderschönen Ort aufgewachsen, hatte die besten Freunde, die man sich wünschen kann, hatte Spass in der Schule, machte viel Musik und spielte, wann immer möglich, Eishockey. Klar gab es auch weniger schöne Zeiten, aber im Grossen und Ganzen kann ich sagen, war meine Jugendzeit sehr schön.

Kannst du dich an besonders aufregende Erlebnisse während deiner Jugend erinnern?

Ich denke, die aufregendsten Momente habe ich während meiner Eishockeyzeit erlebt. Wir fuhren fast jedes Wochenende mit einem Car voller Jungs an einen Match. Man kann sich vorstellen, dass da einiges los war und es manchmal ausarten konnte. Das wohl verrückteste Erlebnis war jedoch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit dem U14 Eishockey-Team. Wir spielten gegen ein kanadisches Team vor 16 000 Personen, das war echt super eindrücklich.

Wann hast du deine ersten Erfahrungen mit Alkohol gemacht?

Durch meine sportlichen Aktivitäten erst sehr spät. Ich kann mich noch genau an mein erstes Erlebnis mit Alkohol erinnern: Wir hatten soeben Fribourg-Gottéron an der Schweizer Meisterschaft geschlagen und uns die Bronzemedaille gesichert. Da gab es natürlich was zu feiern. Gegen Drogen war ich schon immer sehr abgeneigt. Ich trinke auch keinen Kaffee und rauche nicht.

Die erste grosse Liebe…wie war das bei dir?

Das war mit 16. Wir gingen zusammen zur Schule und die Beziehung hielt 2 Jahre. Es war eine sehr schöne, spannende Zeit. Obschon wir ja aufgeklärt waren und über vieles Bescheid wussten, war alles neu und wir wussten nicht, was alles «auf uns zukommt»…

Wie wurdest du aufgeklärt?

Learning by doing (lacht). Nein im Ernst, wie bei den meisten von uns geschah das in der Schule, aber auch durch die Medien. Meine Eltern trugen auch noch ihren Teil dazu bei. Sie waren diesbezüglich locker und aufgeschlossen.

Welche Musik hörst du privat?

Ich bin super offen für jeden Stil, und es kommt immer ein wenig auf meine Stimmung an. Im Moment höre ich gerade viel Jason Mraz, Angus & Julia Stone, Coldplay oder Robert Francis. Ich bin aber ein grosser Fan von Led Zeppelin, Nirvana, Foo Fighters und den ganzen 90ies Rock&Grunge-Bands. Das grossartige am Unterwegssein ist auch, dass ich immer wieder neuentdecke, teils sehr exotische aber immer sehr talentierte Bands.

Du gibst inzwischen Konzerte auf der ganzen Welt. Wo gefällt es dir besonders?

Zu Hause natürlich (grinst). Jedes Land, das ich besuche, hat seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Magie. Ich durfte schon so viele tolle Länder wie Japan, Kanada, Südkorea, Thailand oder Amerika sehen und erleben. Dennoch gibt es für mich nichts Vergleichbares und Schöneres als der Blick über den Lac Leman, während  man mit Freunden ein Fondue isst.

Was sind für dich die Vor- und Nachteile am «Zigeunerleben»?

Ich würde mich als sehr neugierigen Menschen beschreiben. Von daher würde ich das Entdecken immer neuer Kulturen, Menschen, Speisen und Sprachen definitiv als Vorteil bezeichnen. Nachteile sind bestimmt der wenige Schlaf, den die Unregelmässigkeit mit sich bringt. Natürlich hätte man nach einem strengen Monat gerne mal einen Moment für sich und würde gerne seine Freunde oder die Familie sehen. Leider ist das schwierig, wenn man gerade am anderen Ende der Welt ist. 

Was machst du in deiner raren Freizeit?

Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen, gehe gut Essen und mache viel Sport wie Tennis oder Wakesurfen. Und natürlich hole ich viel Schlaf nach.

Was möchtest du mit deiner Musik noch alles erreichen?

Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich weitere 25 Jahre auf den Bühnen dieser Welt stehen kann und die Menschen mit meiner Musik berühren und begeistern kann.

Ist ein neues Album in Planung?

Nein, ich habe zwar in letzter Zeit viele neue Songs komponiert, ein Album ist aber nicht in Sicht, da ich mich momentan auf das Touren konzentriere. Ein neues Album kommt dann vielleicht, wenn sich das Tourenleben wieder ein wenig beruhigt hat.

Welche Tipps hast du an die Jugend?

Bleibt relaxed, investiert Zeit in  gute Freundschaften, verliert eure Ziele nicht aus den Augen und verlernt nie das Träumen!