Die Schweiz verfügt über eine ausgezeichnete Berufsbildung. Sie besteht aus der Berufslehre, der Berufsmaturität, der höheren Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung. Was sie im Besonderen auszeichnet, sind die Nähe zum Arbeitsmarkt und die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Gesellschaft.

Individuelle Bildungswege und Laufbahnentwicklungen sind möglich und stehen allen offen. Nach einer beruflichen Grundbildung ist beispielsweise der Wechsel an eine Hochschule einfach realisierbar. Auch wer als Erwachsener einen Berufsabschluss nachholen möchte, hat verschiedene Optionen für verkürzte oder erwachsengerechte Bildungsangebote. In der Regel wählt man heute nicht mehr den Beruf fürs Leben. Eine Standortbestimmung mit Unterstützung durch Berufs-, Studien- und Laufbahnberatende kann neue Wege für die berufliche Zukunft aufzeigen.

Die kluge Berufswahl mit der richtigen Unterstützung

Obwohl die Berufswahl erst in der Sekundarschule thematisiert wird, beginnt die Auseinandersetzung mit den eigenen Vorlieben und Abneigungen bereits in der Kinderstube. Junge Menschen werden stark durch Meinungen und Haltungen aus dem sozialen und familiären Umfeld geprägt und erfahren im Austausch mit Eltern und Bezugspersonen Werte und Normen.
 

Dies schafft eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Jugendliche später über ihre eigenen Wünsche und Fähigkeiten bewusst werden können. Mit ihrer Meinung und Haltung haben Eltern einen grossen Einfluss auf ihre Entscheidungsfindung.
 

Deswegen ist es den Berufsberatenden ein grosses Anliegen, Mütter und Väter wenn immer möglich in den Beratungsprozess miteinzubeziehen. Berufsberatende erklären Eltern in zahlreichen Seminaren und Info-Anlässen, wie die Berufswahl abläuft und welche Bildungs- und Karrierewege das Schweizer Bildungssystem offenhält. Sie erläutern Eltern, wie sie ihre Kinder in der Berufswahl begleiten und unterstützen können. Für ausländische Eltern gibt es zudem besondere Anlässe in ihrer Herkunftssprache.

Erfolgsmodell Berufslehre

Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die Globalisierung verändern die Arbeitswelt laufend. Viele junge Menschen stellen sich die Frage, welche Branchen und Berufe es in fünf oder zehn Jahren überhaupt noch geben wird und wie sie verschiedene Zukunftsszenarien für ihre persönliche Berufswahl berücksichtigen sollen.

In vielen Fällen führt dies dazu, dass nach der Volksschule eine weiterführende schulische Lösung ins Auge gefasst wird. Es wird vielfach verkannt, dass der Direkteinstieg in die berufliche Grundbildung beste Voraussetzungen für eine optimale Integration in die Wirtschaft und die Gesellschaft bieten kann. Mit der beruflichen Grundbildung werden junge Menschen Teil des Arbeitsmarktes und können ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Sie beteiligen sich aktiv an Zukunftsentwicklungen. Neben dem Lernen von beruflichen Inhalten werden auch das soziale Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung gefördert.

Offene Türen für Schulabgänger

Stand heute gibt es zahlreiche Lehrstellen in zukunftsträchtigen Berufen und Branchen, die noch nicht besetzt werden konnten. Aktuell besteht im Kanton Zürich ein Überangebot an Ausbildungsplätzen. Auf www.berufsberatung.ch sind alle als offen beziehungsweise frei gemeldeten Lehrstellen im Kanton Zürich verzeichnet.

Jugendliche, die bei der Lehrstellensuche zusätzliche Unterstützung benötigen, können sich an Mentorinnen und Mentoren wenden. Diese bieten kompetente Unterstützung, beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen oder Üben von Telefongesprächen mit Firmen.