Was möchte ich werden? Eine wahnsinnig schwierige Frage.  Gymnasium oder Lehre war früher eine endgültige Entscheidung. Heute haben Lehrlinge mit guter Leistung die Möglichkeit eine Berufsmatur zu absolvieren. Diese ermöglicht dem Lerhling, eine Hochschule zu besuchen. Weiter können Berufslehrlinge nach ihrem Abschluss auch noch die Berufsprüfung oder die Höhere Fachprüfung anhängen. Berufsberater, Schnuppern oder Gespräche mit Lehrer und Eltern führen dann zu der Entscheidung: «Ich werde...» Drei Lernende stellen hier ihre Berufswahl vor.

 

  • Melina
  • Marvin
  • Jonathan
2. Lehrjahr als Systemgastronomiefachfrau EFZ bei der SV (Schweiz) AG

Melina Anthimoglou

Wieso hast du dich für diese Lehre entschieden?
Ich wusste nach der Schule nicht so recht was ich machen wollte, und habe dann im Internet nach möglichen Berufen recherchiert. Hier bin ich auf den Beruf der Systemgastronomiefachfrau gestossen. Das Berufsbild hat mich sofort angesprochen und ich habe mich um eine Schnupperlehre bemüht. Hier habe ich erfahren, was es bedeutet, als Systemgastronomiefachfrau tätig zu sein. Für mich stand danach meine Berufswahl fest. Ich hatte Glück und fand sofort eine Lehrstelle in der Mensa der ETH. Hier bin ich nun seit zwei Jahren und sehr glücklich mit meiner Berufswahl.
Was sind in diesem Beruf die Hauptaufgaben?
Als Systemgastronomiefachfrau hat man die ideale Verbindung zwischen der kaufmännischen und der gastronomischen Arbeitswelt. In der Systemgastronomie bedienen sich die Gäste meistens selbst. Somit ist die Betreuung eine andere als in der klassischen Gastronomie. Ich lerne, wie ich mit Gästen umgehen muss, wie ich Speisen dekorativ in der Vitrine zum Verkauf präsentiere, und ich arbeite in der Küche mit. Als Systemgastronomiefachfrau ist man immer auch Gastgeberin und mitverantwortlich, dass sich die Gäste wohl fühlen. Daneben wird bei der Ausbildung als Systemgastronomiefachfrau ein Schwerpunkt auf die Themen Qualitätskontrolle und Marketing gelegt.
Was gefällt dir besonders an deinem Beruf?
Am besten gefällt mir die Vielseitigkeit meines Berufs. Jeder Tag ist anders und ich arbeite in vielen verschiedenen Bereichen mit. Zudem sind die Berufsaussichten und Aufstiegsmöglichkeiten als Systemgastronomiefachfrau sehr gut. Denn man darf nicht vergessen, dass es extrem viele Systemgastronomiebetriebe gibt, denken wir nur an all die Autobahnraststätten, Betriebs- und Take-away-Restaurants, Kaffeeketten etc.

2. Lehrjahr als Polymechaniker bei der Reishauer AG

Marvin Voggenhuber

Wieso hast du dich für diese Lehre entschieden?
Ich arbeite sehr gerne handwerklich, allerdings weniger mit Holz sondern viel lieber mit Stahl. Das war bei meiner Berufssuche sicherlich ein Kriterium, weshalb weniger Schreiner sondern vielmehr Polymechaniker in Frage kam. Zudem wollte ich einen Beruf, bei dem ich nicht den ganzen Tag im Büro sitze. Ich habe dann von der Schule aus einen Schnuppertag als Polymechaniker gemacht und sofort gewusst, dass dies mein Beruf ist. Als Polymechaniker musst du sehr genau arbeiten können und handwerklich geschickt sein. Das entspricht mir.
Was sind in diesem Beruf die Hauptaufgaben?
Als Polymechaniker produziert man, je nach Tätigkeitsgebiet, Teile aus Metallen und Kunststoffen. Dazu setzen wir moderne, vielfach computergesteuerte Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen und viele weitere Werkzeugmaschinen ein. Zudem legen wir Arbeitsgänge fest, erstellen Programme und richten die Maschinen ein. Wir montieren auch Geräte, Apparate, Maschinen oder Anlagen und nehmen die notwendigen Einstell-, Regulier- und Prüfarbeiten vor. Da die Teile meist sehr präzise sein müssen, ist äusserst geplantes und konzentriertes Arbeiten nötig. Als Polymechaniker prüft man auch Teile und Baugruppen bezüglich Funktion und Qualität.
Was gefällt dir besonders an deinem Beruf?
Mir gefällt besonders gut, dass man sieht, wie ein Werkstück entsteht - wie es vom Rohmaterial bis zum Fertigprodukt hergestellt wird. Auch die Arbeit mit den Maschinen ist sehr spannend. Ebenso gefällt mir die Vielseitigkeit des Berufs. Und nicht zuletzt sind die Zukunftsaussichten und die Weiterbildungs- sowie Aufstiegsmöglichkeiten als Polymechaniker hervorragend.

3. Lehrjahr als Koch im Alterszentrum Rosengarten in Uster

Jonathan Steiger

Wieso hast du dich für diese Lehre entschieden?
Schon als Kind habe ich mich für das Kochen und für Lebensmittel interessiert. Auch im Restaurant hat es mich immer fasziniert was in der Küche passiert. Als dann die Berufswahl ein Thema war, dachte ich natürlich sofort an eine Lehre als Koch. Nach einer Schnupperlehre als Koch stand dann mein Berufswunsch definitiv fest. Jetzt bin ich bereits im dritten Lehrjahr im Alterszentrum Rosengarten in Uster und bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
Was sind in diesem Beruf die Hauptaufgaben? Wenn ich am Morgen zur Arbeit erscheine, planen wir als erstes den weiteren Tagesablauf, damit in den bevorstehenden Stunden alle Arbeitsschritte reibungslos funktionieren. Wir schreiben Menüpläne. Dann nehmen wir die Waren entgegen und kontrollieren sie. Aufgabe eines Kochs ist es auch, zu überprüfen, ob die Qualität einwandfrei ist und die gelieferte Menge mit den Angaben auf dem Lieferschein respektive der Bestellung übereinstimmt. Danach beginnt der schönste Teil: das Kochen. Dazu wenden wir verschiedene Arbeitstechniken an. Ein grosser Teil meiner Tätigkeit verbringe ich auch mit aufräumen und putzen.
Wenn ich am Morgen zur Arbeit erscheine, planen wir als erstes den weiteren Tagesablauf, damit in den bevorstehenden Stunden alle Arbeitsschritte reibungslos funktionieren. Wir schreiben Menüpläne. Dann nehmen wir die Waren entgegen und kontrollieren sie. Aufgabe eines Kochs ist es auch, zu überprüfen, ob die Qualität einwandfrei ist und die gelieferte Menge mit den Angaben auf dem Lieferschein respektive der Bestellung übereinstimmt. Danach beginnt der schönste Teil: das Kochen. Dazu wenden wir verschiedene Arbeitstechniken an. Ein grosser Teil meiner Tätigkeit verbringe ich auch mit aufräumen und putzen.
Was gefällt dir besonders an deinem Beruf?
Ich habe die Möglichkeit viele Ideen umzusetzen und kreativ zu arbeiten. Das entspricht mir sehr. Zudem ist der Beruf sehr vielseitig und kein Tag ist wie der andere. Natürlich geht es manchmal auch hektisch zu und her, aber auch das gefällt mir. Der Umgang mit Lebensmittel ist spannend und ich lerne immer wieder neue Produkte und Zubereitungsmöglichkeiten kennen – man hat nie ausgelernt. Mir gefällt auch, dass ich meinen Gästen mit dem Essen eine Freude bereiten kann. Zudem sind die Zukunftsaussichten sehr gut, Köche werden immer gebraucht.