Die meisten Berufswünsche der Schülerinnen und Schüler drehen sich um die zehn bekanntesten Berufe wie etwa Kaufmann/Kauffrau, Detailhandelsfachmann/-frau, Informatiker/in, Fachmann/-frau Gesundheit etc. Denn die Jugendlichen kennen die Alternativen meist nicht. Dies ist angesichts der vielen unbesetzten Lehrstellen, der verpassten Karrieremöglichkeiten sowie entgangenen Traumberufen bedauerlich. Gemäss Lehrstellenbarometer blieben im Jahr 2014 nicht weniger als 8000 Lehrstellen unbesetzt.

Was macht der Polybauer?

Nehmen wir zum Beispiel den Polybauer: Ein Beruf mit guten Aussichten, jedoch den meisten völlig unbekannt. Der Polybauer ist für die fachgerechte Dämmung und den Witterungsschutz von Gebäuden zuständig – sei dies im Gerüste- und Fassadenbau oder bei Dach- oder Sonnenschutzsystemen. Neben handwerklichem Geschick braucht es in diesem Beruf auch eine Menge Fachwissen. Während und nach der Lehre können sich Polybauer auf verschiedene Fachrichtungen spezialisieren und gehören danach zu den gesuchten Spezialisten. Denn energieeffiziente Bauweisen, an denen der Polybauer massgeblich beteiligt ist, sind immer gefragter.

Kreativer Malerberuf

Unter dem Beruf «Maler» können wir uns schon einiges mehr vorstellen. Doch die Malertätigkeit umfasst weitaus mehr als nur Wände streichen. Die Malerausbildung bietet eine Vielzahl an spannenden Aufgaben und anspruchsvollen Arbeitstechniken. Der Job eignet sich für alle, die kreativ sind und sich gerne draussen bewegen, anstatt im Büro vor dem PC zu sitzen. Der Maler sieht jeden Abend, was er geleistet hat. Ein tolles Gefühl. Der Beruf bietet nicht nur viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine abgeschlossene Malerlehre ist auch eine gute Basis, um sich selbstständig zu machen.

Abwechslungsreiche Arbeit ist gefragt

Auch auf angehende Laboranten wartet ein spannender und abwechslungsreicher Alltag. Laboranten verändern unser aller Leben. Sie tüfteln an neuen Produkten und verbessern bestehende. Die Arbeit im Labor braucht viel Köpfchen und auch Fingerspitzengefühl. Die Teamarbeit ist bei gemeinsamen Projekten ebenso gefragt wie selbstständiges und exaktes Arbeiten. Dank Schnupperlehren haben Jugendliche die einmalige Chance, ganz verschiedene Berufe kennenzulernen – auch solche, die sie zuerst vielleicht gar nicht ansprechen. Informationen zu den verschiedenen Berufen gibt es in den Berufsinformationszentren (BIZ), an den Berufsmessen. Die Infos geben einen ersten Einblick in einen Beruf, sie ersetzen aber nicht das Schnuppern vor Ort. Denn nur so lernt man den Betrieb, die Leute und die Aufgaben wirklich kennen. Und überzeugt die Schnupperlehre nicht, so ist man mindestens eine Erfahrung reicher.