Erst hat der Zug Verspätung, dann verpasst man den Flug, und endlich am Ferienort angekommen, erwartet einen eine schmutzige Ferienwohnung. Dazu weht ein stürmischer Wind, der einem jegliche Strandlaune vermiest. Und dann werden auch noch die Kinder krank, weil sie das Essen nicht vertragen. Jede Familie hat in den Ferien schon die eine oder andere «Katastrophe» erlebt – über die man später lachen kann, die im Moment aber die gute Ferienlaune massiv beeinträchtigt. Ferienmachen mit Kindern ist eben eine ganz besondere Herausforderung. Das Wichtigste: geschickt planen und sich umfassend informieren. Es gibt jede Menge Ferienanbieter, die sich speziell auf Familien spezialisiert haben und einen gut beraten können. Aber ein paar grundsätzliche Gedanken sollte man sich schon vorher machen. Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene. Zu hohe Temperaturen, allzu exotische Speisen, jede Menge Kultur – für kleine Kinder ist das nichts. Und auch massgeschneiderte Angebote wie Ferien im Kinderhotel sind nicht in jedem Fall ein Volltreffer. Längst nicht jedes Kind ist gerne mit fremden Kindern zusammen oder beteiligt sich gerne am Kinderunterhaltungsprogramm. Und wenn es dann doch lieber bei den Eltern ist, ist vielleicht eine Ferienwohnung die bessere Wahl.

Flug, Zug oder Auto?

Die Ferien beginnen bereits mit dem Packen zu Hause. Je nach Transportmittel muss man sich da etwas einschränken. Wenn man für das Kind zu wenig T-Shirts eingepackt hat, ist das nicht so schlimm. Geht aber das Lieblingsplüschtier oder der Nuggi vergessen, dann ist das für das Kind ein echtes Drama.
Und wie gelangt man am familienfreundlichsten an den Urlaubsort? Kleineren Kindern sollte man nicht mehr als zwei bis vier Flugstunden zumuten – erst recht, wenn noch ein langer Transfer ansteht. Autoreisen sind komfortabel, weil man jede Menge Gepäck mitnehmen kann. Gerade bei Ferienbeginn oder -ende besteht ein grosses Risiko, dass man vielleicht über Stunden im Stau steht. Eine gute Alternative sind Zugreisen, sofern das Ferienziel nicht allzu weit entfernt ist. Die Kinder können sich bewegen, und die Eltern müssen sich nicht auf den Verkehr konzentrieren, sodass viel Zeit für gemeinsame Spiele oder Vorlesen bleibt.

Hotel oder Ferienwohnung?

Manche Familien bevorzugen ein (Kinder-)Hotel, weil das Kochen und die Hausarbeit entfallen. Andere machen es sich lieber in einer Ferienwohnung gemütlich, weil man mehr Platz hat und sich eher zuhause fühlt. Aber egal, wofür man sich entscheidet: Idealerweise stehen mindestens zwei Zimmer zur Verfügung, sodass sich die Eltern nicht flüsternd unterhalten müssen, wenn die Kleinen schlafen. Zudem sollte es alle nötigen Baby- und Kindersachen vor Ort und idealerweise Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe haben. Und für die Kinder sollte es natürlich in der Nähe Möglichkeiten zum Spielen und Toben haben wie zum Beispiel einen Spielplatz, einen Kinderpool oder ein Spielzimmer im Hotel.

Anbieter für Familienferien

Speziell familienfreundliche und recht günstige Ferienwohnungen und Hotels im In- und Ausland bietet die Reka. Diese unterstützt zudem Familien mit geringem Einkommen und Alleinerziehende mit sogenannten Sozialangeboten. Seit einiger Zeit bieten Reedereien spezielle Familienkreuzfahrten an mit Kinderprogrammen, Betreuung etc. Für Ferien in der Schweiz sind Jugendherbergen ideal, denn auch sie sind teilweise speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet. Schöne Ferien!