Kinderarzt Dr. Rudolf Mallmann, Medizinischer Leiter von der Swiss Medi Kids Kinder Permanence, unterstreicht zwei Punkte: Kleinkinder nie unbeaufsichtigt lassen, auch wenn Sie Flügeli tragen, und nicht ungeschützt in die Sonne. 2013 sind in der Schweiz sechs Kinder ertrunken. «Kleinkinder können bereits in einer Wassertiefe von 20 bis 30 Zentimetern ertrinken. Denn bis zum zweiten Lebensjahr ist der Kopf des Kindes im Verhältnis zum Körper recht schwer, während die Nackenmuskulatur erst schwach entwickelt ist. Deshalb können Kinder sich nicht aus eigener Kraft aus dem Teich oder der Pfütze erheben. Zudem tritt beim Sturz ins Wasser bei Kindern häufig ein sogenannter Stimmritzenkrampf auf, der die Kinder daran hindert, Luft zu holen. Das Kind geht unter und erstickt.» Dies sei in der Tat auch möglich, wenn das Kind Schwimmflügel trage, weshalb es wichtig sei, die Kleinsten nie aus den Augen zu lassen. Experte Mallmann: «Kinder ertrinken leise, und es bleiben nur wenige Minuten, sie aus dem Wasser zu ziehen.»

Kind vor Sonne schützen

Obwohl die Sonne massgeblich zu unserem Wohlbefinden beiträgt, das Immunsystem stärkt und zur Vitamin D-Bildung unverzichtbar ist, kann zu viel Sonne vor allem Babyhaut grossen Schaden zufügen. «Kinderhaut entwickelt erst in den ersten Lebensjahren einen eigenen Selbstschutz und ist deswegen viel dünner und sensibler als Erwachsenenhaut. Deswegen reicht schon eine geringe Sonneneinstrahlung aus, um die Haut in Form von Hautrötungen oder Sonnenbrand zu schädigen. Die Haut vergisst nicht und ein Sonnenbrand in der Kindheit kann das Hautkrebsrisiko im Alter steigern», so Mallmann. Sonnencremes mit Minimum-Lichtschutz 30 oder höher sowie wiederholtes Eincremen nach dem Baden auch bei sogenannt wasserfesten Sonnencremes seien unverzichtbar. Und so fest die Sonne auch lockt, Experte Mallmann empfiehlt, bei Kleinkindern unter einem Jahr die direkte Sonneneinstrahlung ganz zu vermeiden und bei grösseren Kindern die Siesta-Zeit einzuhalten.