Hände waschen mag ja noch gehen. Aber Zähneputzen – wo doch eben erst ein oder zwei winzige Zähnchen vorhanden sind? Doch Vorsicht: Obwohl die Milchzähne später durch die bleibenden Zähne ersetzt werden, ist es wichtig, dass sie gesund bleiben. Gehen Milchzähne vorzeitig verloren, kann das in der Folge zu Zahnfehlstellungen führen, weil die ersten Zähne eine Platzhalterfunktion ausüben und für die Sprachentwicklung, Mimik sowie zum Abbeissen und Kauen wichtig sind. «Da schlechte Ernährungsgewohnheiten die Zahngesundheit schon bei Kleinkindern gefährden können, sollten Eltern dem Umgang mit Zucker Beachtung schenken», rät Claudia Uebelmann, Geschäftsführerin der «Aktion Zahnfreundlich».

Mit Spass dabei

Ab Durchbruch des ersten Milchzahns sollten die Zähne von Kleinkindern einmal täglich mit einer sehr weichen, angefeuchteten Babyzahnbürste und einem Hauch fluoridierter Kinderzahnpasta gereinigt werden. «Damit es dem Kind auch Spass macht, die Zähne zu putzen, kann man ein lustiges Zahnputzlied vorsingen. Eine Zahnputzuhr oder ein spezieller Timer mit farbigen Lämpchen geben die Zahnputzzeit vor, lassen sie kürzer erscheinen und verlängern die Aufmerksamkeit des Kindes», empfiehlt Uebelmann.

Zahnfreundliche Produkte

Zucker oder Süsses strikt zu verbieten, sei weder sinnvoll noch nötig, sagt Uebelmann. Bei der Entstehung von Karies ist es entscheidend, über welchen Zeitraum der Zucker eingenommen wird und wie lange er im Mund bleibt. Deshalb ist es ratsam, zuckerhaltige Speisen und Getränke durch zahnfreundliche Produkte zu ersetzen, die mit dem «Zahnmännchen» gekennzeichnet sind. Unterdessen gibt es zum Beispiel Kindertees mit dem «Zahnmännchen», welche mit Isomaltulose anstelle von Haushalts- oder Traubenzucker gesüsst sind. Isomaltulose ist ein zahnfreundliches Kohlenhydrat, welches aus der Zuckerrübe gewonnen wird. «Wie alle Lebensmittel, die mit dem Zahnmännchen ausgezeichnet sind, wurden auch diese Tees in einem wissenschaftlichen Test auf ihre zahnfreundliche Qualität geprüft», betont Claudia Uebelmann.