Marlies Bieri, MAS
Familienberaterin, Eidg. Dipl. ­Erwachsenenbildnerin, Fachfrau für Prävention und ­Sexualpädagogik, Geschäftsleiterin ElternLehre

Eltern sein ist das grösste und schönste Abenteuer, auf das sich Mütter und Väter einlassen können, denn es gibt nichts Aufregenderes, als Kinder aufwachsen zu sehen. Dabei verlaufen die Kinder verschiedene Entwicklungsphasen. Jede dieser Phasen ist mit Herausforderungen verbunden, für das Kind selbst wie auch für die Eltern. Es bedeutet, pro Tag hundert Fragen zu beantworten, mindestens zehnmal Nein zu sagen und dem Kind immer wieder zu zeigen, wie lieb man es hat. Das allerwichtigste jedoch ist, dem Kind Vertrauen zu schenken, in sich und seine Entwicklung.

Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu:
Gesunde Ernährung ist wichtig. Doch nicht alles, was auf den Tisch kommt, muss Kindern schmecken. Wenn sie nach dem ersten Probieren sagen «Kohlrabi mag ich nicht», ist das in Ordnung. Kinder brauchen mehrere Gelegenheiten und unterschiedliche Zubereitung, um auf den Genuss von Gemüse und Früchten zu kommen.

Jedes Kind ist auf seine Art begabt. Beurteilungen/Noten des Kindes sollen nicht mit denen seiner Freunde oder Geschwister verglichen werden. Die Liebe zum Schulkind darf nicht noten- beziehungsweise leistungsabhängig sein.
Das beste Alter zum Erlernen einer Sportart ist das achte Lebensjahr, sagen Sportwissenschaftler. Wichtig ist, dass das Kind aus eigenem Antrieb diese Sportart ausübt und nicht dazu gedrängt wird.

«Es gibt nichts Aufregenderes, als Kinder aufwachsen zu sehen.»


Die Pubertät steht für Ablösung und Aufbruch zu neuen Horizonten. Obwohl sie bei den meisten Jugendlichen unauffällig verläuft, kann sie das Familiengefüge ziemlich durcheinanderwirbeln. In dieser Zeit des Umbruchs sollen Eltern unterstützend zur Seite stehen, die Jugendlichen verstehen, fördern und fordern.

Die Mehrheit der heutigen Eltern macht es in der Erziehung richtig gut. Sie ermutigen ihre Kinder immer wieder dort, wo ihnen der Mut noch fehlt, sie stärken sie dort, wo sie noch zu schwach sind, und sie unterstützen sie dort, wo sie sich noch nicht alleine zurechtfinden.
Sollten sich dennoch Unsicherheiten einstellen, warten Sie nicht zu lange. Holen Sie sich Unterstützung bei Fachleuten, wie etwa beim Kinderarzt, bei der Erziehungsberatung oder in Elternbildungskursen.