Wer rastet, der rostet. Dieses Sprichwort gilt auch für unsere Jüngsten. Ärzte können es nicht oft genug betonen, wie wichtig Sport und Bewegung für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen sind.

Gerade heutzutage, wo der Bewegungsmangel zum Alltagsphänomen geworden ist, sind Kinder, Eltern und Lehrer besonders gefordert.

Körperliche Aktivität ist nebst der körperlichen auch für die emotionale und soziale Entwicklung fundamental

Im Vergleich zu älteren Generationen verbringen die Jungen von heute weniger Zeit beim Spielen im Freien. Zum einen, weil Fernseher, Spielkonsolen und Internet unsere Sprösslinge auf die Couch locken. Zum anderen, weil die elterliche Angst vor Unfällen und anderen in der Umwelt lauernden Gefahren zugenommen hat.

Wissenschaftliche Studien vermitteln ein besorgniserregendes Bild: 30 Prozent der Kinder sind heute übergewichtig. Obwohl Schweizer Kinder im internationalen Vergleich zu den aktiveren gehören, nimmt die durchschnittliche tägliche Bewegungszeit in unseren Breitengraden signifikant ab.

Die in der Schweiz empfohlene körperliche Betätigung für Kinder beträgt mindestens 90 Minuten am Tag. Eine Kinder- und Jugendsportstudie aus der Region Basel konnte nachweisen, dass sich je nach Klasse und Geschlecht zwischen 30 und 40 Prozent der Kinder jedoch weniger als eine Stunde pro Tag bewegten.

Diese Tatsache ist umso tragischer, wenn man bedenkt, dass Kinder eigentlich von Natur aus einen natürlichen Bewegungsdrang besitzen.

Freude an Bewegung fördern

Es ist erwiesen, dass sich durch regelmässige körperliche Aktivität Knochen, Muskelkraft, Körpergewicht, Haltung, Herzleistung und die kognitiven Fähigkeiten verbessern.

Bewegung und Sport sind aber nicht nur für die körperliche und geistige Fitness, sondern auch für die motorischen Fähigkeiten sowie für die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fundamental.

Im Teamsport zum Beispiel werden die eigene Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und wichtige Sozialkompetenzen erlernt. Zudem lernen Kinder, die ihren Bewegungsdrang selbstbewusst ausleben können, Risiken besser einzuschätzen.

Für Kinder hat Sport noch nicht die gesundheitliche Bedeutung wie für uns Erwachsene. Durch Tanzen, Hüpfen und Herumklettern drücken sie in erster Linie ihre Lebensfreude aus.

Diese Freude gilt es, frühzeitig und gezielt durch Schul- und Freizeitsport zu stimulieren. Denn wer bereits im Kindesalter Freude an der Bewegung hat, wird sich auch als Erwachsener eher sportlich betätigen und auf seine Gesundheit achten.