Die Natur ist gut eingerichtet: Das neugeborene Kind sucht instinktiv unmittelbar nach der Geburt die Brust und damit auch die Nähe zur Mutter. Nach den ersten Atemzügen und den ersten Schreien des Babys sollen Mutter und Kind sich körperlich spüren können, eine innere Bindung aufbauen (Bonding) und miteinander ausruhen und diesen wunderbaren Moment geniessen. Der körperliche Kontakt ist selbstverständlich nicht nur in den ersten Momenten des Lebens immens wichtig für die Entwicklung von Urvertrauen und Selbstständigkeit, sondern diese Nähe soll besonders im ersten Jahr so oft wie möglich von den Eltern gegeben werden.

Damit sich das Kind weiterhin geborgen und geschützt fühlt, soll das Kind so oft wie möglich im Tragtuch bei sich getragen werden. Der noch fragile Rücken und der Nacken müssen behutsam behandelt werden: Das Baby soll ohne ruckartige Bewegungen sowie langsam und seitlich abgerollt aus der Liegeposition aufgehoben werden. Mit einem Stillkissen kann gut ein «Nestchen» für das Neugeborene gebaut werden und hilft beim Stützen des Rückens. Und damit die Mutter dieser intensiven Betreuung auch gerecht werden kann, soll sie Hilfe in Anspruch nehmen: Es ist es wichtig, dass sie sich nach einer anstrengenden Geburt im Wochenbett gut ausruht und der Partner und die Familie auch für das Wohl der Mutter sorgen.