INFO

Kostenlose Beratung für Eltern mit Kindern von null bis fünf Jahren   

Elternberatung Basel-Stadt
Freie Strasse 35
4001 Basel        
061 690 26 90       
www.elternberatungbasel.ch

Mütter- und Väterberatung beider Basel
www.muetterberatung-bl-bs.ch

Die Gründe, wieso die Elternberatung aufgesucht wird, sind vielfältig. Es gibt Familien, die «keine familiäre Unterstützung» haben, andere betonen, «wie unkompliziert und offen alles gefragt werden kann» und dass «sie wertvolle Tipps erhalten, die genau zur aktuellen Situation passen».

Zur Veranschaulichung einige Beispiele aus dem Beratungsalltag:

... WEIL ICH KOMPETENT BERATEN WERDE UND MIT NEUEM MUT UND NEUER ENERGIE WEITERMACHEN KANN

Auf einem Hausbesuch treffe ich eine alleinerziehende Mutter mit ihrem neugeborenen Baby. Sie ist sich am Einleben in ihre neue Rolle und hat sich in ihrem Handy notiert, was sie gerne klären möchte.

Sie hat Fragen zum Stillen und möchte wissen, wie sie mit anderen Müttern in Kontakt kommen kann. Beim Stillen ist sie unsicher, ob ihr Kind genügend Milch bekommt und in welchen Abständen sie das Baby füttern kann.

Der zwei- bis dreistündliche Rhythmus, den sie mir beschreibt, entspricht den Möglichkeiten eines zwei Wochen alten Babys und ich ermutige sie, sich dem Rhythmus ihres Kindes anzupassen.

Um andere Mütter kennenzulernen, empfehle ich ihr das Quartierzentrum in ihrer Nähe. Dieses bietet offene Treffpunkte an, wo sie ungezwungen andere Familien kennenlernen kann.

Nachdem wir diese Fragen besprochen haben, möchte sie das Kind noch wiegen, um sicher zu sein, dass es bekommt, was es braucht. Erfreut über die Entwicklung ihres Babys und bestärkt in ihrer Rolle als Mutter verabschiedet sie mich. Den nächsten Termin will sie in der Beratungsstelle wahrnehmen.

... WEIL ZEITNAHE TERMINE MÖGLICH SIND UND ES UNKOMPLIZIERT IST

Ein müder Vater berichtet am Telefon, dass sein einjähriger Junge seit seiner Geburt noch keine Nacht durchgeschlafen hat und sie als Eltern am Rande ihrer Kräfte sind. Wir vereinbaren am nächsten Tag auf einer Beratungsstelle einen Termin, an welchem beide Eltern teilnehmen können.

Nach ein paar grundsätzlichen Angaben zum Schlafbedarf finden wir im gemeinsamen Gespräch heraus, was unterstützen könnte, den Tag besser zu strukturieren. Ein vertrautes Abendritual kann helfen, den Übergang vom Wachsein zum Schlafen besser zu finden, dieses wollen die Eltern einführen.

Begleitend werden sie während zehn Tagen ein Schlafprotokoll führen, um den Schlafbedarf ihres Kindes zu ermitteln. Wir vereinbaren einen neuen Termin in zwei Wochen, an dem wir die weitere Entwicklung anschauen können. Ermutigt gehen die Eltern nach Hause.

... WEIL ES GUTTUT, EINE UNABHÄNGIGE MEINUNG ZU HÖREN

Eine besorgte Mutter ruft an und berichtet, dass ihr dreijähriges Mädchen noch Windeln trägt und keine Anstalten macht, selber zur Toilette zu gehen. Gleichaltrige Kinder im Umfeld der Familie sind schon trocken und die eine Grossmutter meint, dass sie einfach mit ihrer Tochter üben müsse.

Entsprechend ist die Mutter verunsichert, was den Umgang mit ihrem Kind angeht und wie sie es in seiner Entwicklung unterstützen kann. Zuerst beschreibe ich die Darm- und Blasenkontrolle als einen Reifungsprozess und führe an, dass das Kind zeigen muss, dass es trocken werden will.

Während des Gesprächs finden wir heraus, dass sich ihre Tochter sehr wohl für das Thema interessiert, zum Beispiel, wenn sie mit der Mutter ins Badezimmer will, oder auch, indem sie sagt, wann ihre Windel voll ist.

Dies sind wichtige Anzeichen dafür, dass ihre Tochter Entwicklungsschritte zum Trockenwerden macht. Die Mutter wird in ihrem Empfinden bestärkt, ihrem Kind Zeit zu lassen, und kann das Thema entspannter angehen. Bei weiteren Fragen will sie sich wieder bei uns melden.

Die Elternberatung Basel-Stadt wurde ursprünglich als Beratungsstelle für Säuglingspflege vor über hundert Jahren in Basel gegründet. Sie erbringt genauso wie die Mütter- und Väterberatungsstellen in Baselland seit Jahrzehnten ein gesundheitspräventives Angebot für Mütter, Väter, Familien, Eltern und ihre Kinder von null bis fünf Jahren.

Über all die Jahre haben sich die Familien- und Lebensformen verändert: Eineltern-, Regenbogen- und Patchworkfamilien sind heute genauso gelebte Familienformen wie die «klassische» Kleinfamilie. Parallel zu gesellschaftlichen Veränderungen erweiterte und entwickelte sich das Angebot der Elternberatung weg von der Säuglingspflege hin zu einem in der Prävention tätigen ambulanten Dienst im Gesundheits-, Sozial- und Erziehungswesen.