Welche unterschiedlichen Formen der Unfruchtbarkeit gibt es beim Mann?
7% aller Männer sind im Laufe des Lebens mit dem Problem der Zeugungsunfähigkeit konfrontiert. Damit ist das Problem häufiger als der (als Volkskrankheit bezeichnete) Diabetes mellitus. Zur Klärung der Ursache männlicher Unfruchtbarkeit (z.B. Störungen der Hirnanhangsdrüse, der Hoden, Nebenhoden, Hormonwirkungen, Samendeposition), wird auf moderne körperliche und laborchemische Untersuchungsmethoden zurückgegriffen. Ebenso wird die Störung nach Art der Ursache, wie z.B. Vererbungsbedingt oder entzündlich eingeteilt.

Nach welchem Zeitraum ist es ratsam, einen Facharzt aufzusuchen?
Heute gilt ein Paar als steril, wenn nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist. Dann sollten beide zeitgleich durch die jeweiligen Fachärzte untersucht werden. Dabei folgen nach der intensiven Befragung über die Vorgeschichte körperliche Untersuchungen mit Ultraschall, Hormonanalysen und schliesslich spezielle Samenuntersuchungen mit Analysen der Zellfunktionen. Denn heute gilt definitiv: ein Spermiogramm ohne Funktionstests (Übersichtsspermiogramm) kann keine Aussagen zur Befruchtungsfähigkeit liefern.

Welche Formen der Behandlungsmethoden gibt es?
Neben operativen Methoden (z.B. bei der Krampfader am Hoden) kommen bei Infektionen Antibiotika, bei Entzündungen und Antikörperbildungen Rheumamittel, bei Bewegungsstörungen der Samenzellen durchblutungsfördernde Substanzen und vermehrt auch Hormone zum Einsatz. Diese Methoden sind in der Regel sehr erfolgsversprechend.