Wann hast du dich entschieden, Vater zu werden?

Ich hatte nicht aktiv geplant, Vater zu werden. Die einen planen und üben lange, die anderen müssen nicht üben und sind schnell Vater. So war es bei mir. Zum Glück ist im Leben nicht alles planbar. Mein Sohn ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist.

Was hat sich mit dem Vater-Sein für dich verändert?

Vater-Sein ist ein sehr starkes, unbeschreibliches Gefühl. Ein Gefühl aus unendlicher Liebe und riesiger Verantwortung. Plötzlich ist da jemand, für den man alles tun würde, das Wertvollste überhaupt. Mein Sohn ist für mich wie eine Schatztruhe, die gut gehütet und gepflegt werden will. Ich möchte es als Vater besser machen, als es mein Vater gemacht hat.

Wie würdest du das Verhältnis zu deinem Sohn beschreiben?

Als mein Sohn eineinhalb war, haben meine damalige Partnerin und ich uns getrennt. Ich sehe Sebastian mehrmals pro Woche, er wohnt nur fünf Minuten von mir entfernt. Wenn ich auf Reisen bin, kann es auch vorkommen, dass wir uns mal nicht sehen. Dafür telefonieren wir täglich. Ich bin der Meinung, dass ein guter Vater nicht ständig physisch präsent sein muss. Viel wichtiger ist mir, dass Sebastian weiss, dass ich immer für ihn da bin und er im Herzen immer bei mir ist. Egal wie weit weg ich bin.

Seid ihr euch ähnlich?

Optisch ist es sicherlich nicht schwierig zu erkennen, dass wir Vater und Sohn sind. Sebastian ist schon fast gleich gross wie ich, wir gehen zum selben Coiffeur und haben einen ähnlichen Style. Wir haben auch viele gemeinsame Interessen, etwa die Freude an Musik, an Fashion oder an schönen Dingen. Ich schätze es sehr, dass ich mit Sebastian  gute Gespräche führen kann und wir uns auf Augenhöhe begegnen. So ist die Beziehung über die Jahre hinweg gewachsen und wächst immer weiter. Es ist toll, sein Kind beim Erwachsenwerden begleiten zu dürfen.

Was unternimmst du am liebsten mit deinem Sohn?

Am liebsten gehen wir gemeinsam auf Reisen. Auch auf Club-Tour durfte Sebastian schon öfter mit. Dann habe ich jeweils ein sehr wachsames Auge auf mein Kind und passe auf, dass er in den Clubs nicht in falsche Gesellschaft gerät. Er steht dann wohlbehütet bei mir hinter dem DJ-Pult.

Weiss Sebastian schon, ob er in deine Fussstapfen treten will?

Bis jetzt ist das noch kein Thema. Er ist zwar sehr musikinteressiert, möchte aber seinen Weg eher in Richtung Fashion gehen. Ich bin nicht ambitioniert, dass er auch DJ wird. Wenn er das eines Tages möchte, werde ich ihn unterstützen. Ansonsten soll er das machen, was ihn glücklich macht.

Welche Werte möchtest du deinem Sohn vermitteln?

Ehrlichkeit, Offenheit, Anstand und Disziplin sind mir sehr wichtig. Mein Sohn soll mit dem Bewusstsein aufwachsen, dass «Bling-Bling» und Glamour nicht von nichts kommen. Dafür muss man hart arbeiten und es sich verdienen. Luxus ist schön zu haben, aber es ist nicht alles. Die Welt besteht nicht nur aus Glück und Schönheit. Wir sind in einer sehr privilegierten Situation, leben in einem sicheren Land und dafür müssen wir dankbar sein. Ich versuche, ihn nicht zu sehr zu verwöhnen, und er hat auch nicht ständig Geld im Sack. Für mich war es in Sebastians Alter ein Luxus, hin und wieder in der Migros ein Gipfeli oder eine Cola zu kaufen.

Welches Lebensmotto begleitet dich?

Sei gut zu deinen Mitmenschen, pflege deine Familie und mach etwas aus deinem Leben.