Vor 50 Jahren wäre diese Frage auf völliges Unverständnis gestossen. Damals war die Adventszeit eine ruhige Vorbereitung mit Basteln, Lieder- und Hausmusikeinüben. Die ganze Familie machte mit und der Höhepunkt war dann am Weihnachtsabend.

Dabei wurde fröhlich und dankbar an das vergangene Jahr gedacht und Kinder und Erwachsene feierten sinnliche Weihnachten. Was unter dem Baum als Geschenk lag, war eine Kostbarkeit, obwohl nicht teuer, doch mit Spannung erwartet.

Das Wort Stress kannte damals niemand

Heute ist das alles anders. Schon im Oktober beginnt die Vorweihnachtszeit. Der Beginn der Adventszeit ist verschwommen oder findet gar nicht mehr statt.

Was aber neu ist, ist das Abenteuer der Geschenkfindung, die Organisation des Festes und die Qual der Gästewahl.

Immer wieder versucht man, sich jährlich zu übertrumpfen mit Action und Besonderheiten. Dass dies zum Stress führt, ist leicht verständlich.

Sind Sie anders? Oder suchen Sie ein stressfreies Weihnachtsabenteuer? Hier mein Tipp: Sprechen Sie Ihren Nachbarn oder Leute an, denen Sie täglich auf der Strasse, im Tram oder Zug begegnen, und machen Sie einen Vorschlag für einen gemeinsamen kurzen Zeitvertreib, für einen Schwatz oder Trunk.

Sie merken schnell, wie stressfrei dieses Abenteuer wird und wie sinnvoll die Weihnachtstage damit werden. Diese Begegnung wird auch noch nach Weihnachten wirken.

Ich wünsche Ihnen viele kleine Abenteuer und grosse Freude in der kommenden Weihnachtszeit.