Einfluss auf unsere Sinne

In der Vorweihnachtszeit breiten sie sich wieder aus: die herrlichen Weihnachtsdüfte.

Ob es der Geruch von Lebkuchen, Glühwein, Marzipan oder weihnachtlichen Gewürzen ist, wir lassen uns Jahr für Jahr an Weihnachten davon verzaubern. Oft sind es dieselben Duftnoten, die für eine weihnachtliche Stimmung sorgen.

Die Noten Schokolade, Zimt, aber auch der Geruch verschiedener Teesorten werden am häufigsten mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht. Deshalb sind sie auch besonders beliebt als Duftnoten für ein weihnachtliches Parfum.

Die Nuance Vanille steht dabei ganz zuoberst auf der Liste der beliebtesten Düfte. Gerade an Weihnachten ist der Vanilleduft auch sehr beliebt für Duftkerzen.

Und was wäre das Weihnachtsfest ohne Schokolade? Diese gibt es zum Fest der Liebe natürlich nicht nur als Duft, sondern sie findet sich unter jedem Christbaum zum Naschen und Geniessen. Doch auch der Geruch von Schokolade hat einen grossen Einfluss auf unsere Sinne. Schokolade wird nachgesagt, dass sie Glücksgefühle auslösen kann.

Ebenso wichtig ist der Zimt, ein Gewürz, das aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes gewonnen und zum Würzen von süssen Speisen oder Glühwein verwendet wird.

Der holzige Duft betört unseren Geruchssinn. Er wirkt belebend und sorgt für eine behagliche Atmosphäre. Gemeinsam mit anderen Gewürzen ist Zimt ein beliebter Duft, der an Weihnachten durch festlich geschmückte Wohnzimmer strömt.

Durch persönliche Erfahrungen geprägt

An Weihnachten haben unsere Sinne Hochkonjunktur: Überall brennen Kerzenlichter, werden Weihnachtsgebäck und Lebkuchen verzehrt. Dabei wird auch der Geruchssinn angeregt. Den Duft von einem feinen Braten oder von Kerzen verbinden die meisten Menschen mit der Weihnachtszeit.

Weihnachtsdüfte wecken die Vorfreude auf das Fest der Liebe. Auf Düfte reagiert niemand neutral. Deren Bewertung ist anerzogen, durch persönliche Erfahrungen geprägt und kulturbedingt.

Wenn Eltern mit ihren Kindern einen Weihnachtsmarkt besuchen und den Geruch aus Glühwein, Kerzen und Weihnachtsgebäck mit «Wie gut das alles riecht» kommentieren, dann ist diese Geruchssituation sofort positiv besetzt.

Kindheitseinflüsse und Familientraditionen

In Wirklichkeit jedoch riecht Weihnachten für jeden Menschen anders. Eine wichtige Rolle spielen dabei Kindheitseinflüsse und Familientraditionen: Gab es früher immer einen feinen Braten zu Weihnachten, dann wird dessen Geruch Weihnachtsstimmung auslösen.

An wohl kaum einem anderen Beispiel wie Weihnachten zeigt sich besser, was unsere Nase, was der Geruchssinn eigentlich ist. Düfte wecken Erinnerungen und Emotionen. Die meisten Menschen verbinden das Fest der Liebe wie kaum ein anderes mit Kindheitserinnerungen.

Momente aus der Kindheit bleiben uns ein Leben lang in Erinnerung. Dies vermutlich deshalb, weil wir sie mit Unbeschwertheit und gleichzeitig mit Geborgenheit verbinden. Besonders Gerüche spielen hier eine wichtige Rolle.

Verschiedene Studien kommen zum Schluss, dass Düfte prägend sind. Unser Geruchssinn ist sehr fein ausgebildet, wir können ganz unterschiedliche Gerüche voneinander unterscheiden.

Besonders intensiv gespeichert

Der Geruchssinn gilt als der unmittelbarste unserer Sinne. Düfte wirken im Gehirn direkt auf das System, wo Emotionen verarbeitet und Triebe gelenkt werden. Zudem ist die menschliche Erinnerung eng mit Düften und Gerüchen verknüpft.

Das trifft auch auf Weihnachten zu. Zimt, Nelken, Lebkuchen, Mandarinen: Weihnachten steigt uns förmlich in die Nase und irgendwie auch ins Herz. Bei Weihnachtsdüften sind das oft einmalige Kindheitserinnerungen.

Sie wecken Vorfreude, Wärme und Geborgenheit. Und da Weihnachten so etwas wie die Zeit der «Superemotionen» ist, ist es naheliegend, dass Weihnachtsdüfte besonders intensiv gespeichert werden.

Der Duft von Weihrauch und Myrrhe

Die Heiligen Drei Könige beschenkten das Jesuskind in der Krippe mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Gold ist kostbar, das ist keine Frage. Aber Weihrauch und Myrrhe? Diese beiden Baumharze zählen zu den ältesten Naturheilmitteln der Welt.

Zur damaligen Zeit waren sie wegen ihrer Heilkraft wertvoller als Gold. Seit dem Altertum gehört der aromatische Duft des verbrennenden Weihrauchharzes zu vielen religiösen Zeremonien und ist bis heute in der Kirche Ausdruck besonderer Festlichkeit. Auch Myrrhe ist wegen ihres kostbaren Wohlgeruchs beliebt.